Vaginalring bei Wechseljahresbeschwerden

Was ist ein Vaginalring? Wie wirkt der Vaginalring bei Wechseljahresbeschwerden im Rahmen einer Hormontherapie? Ist die Anwendung eines Vaginalrings für jede Frau geeignet? Bietet ein Vaginalring in jedem Fall Sicherheit vor „ungewollter“ Schwangerschaft? Was sind die Vor- und /oder Nachteile bei der Anwendung eines Vaginalrings? Um diese und weitere Fragen geht es in diesem Kapitel.

Wann setzt man Östrogen-freisetzende Vaginalringe in den Wechseljahren ein?

Solche Vaginalringe, die permanent Estradiol (eine Östrogen-Variante) an die Vaginalschleimhaut abgeben, verwendet man zur örtlichen (lokalen) Behandlung der durch Östrogenmangel verursachten Beschwerden im Genitalbereich, die nach der letzten Monatsblutung in den Wechseljahren (nach der Menopause) auftreten.

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Wie setzt man den Vaginalring Estring® ein? Und wie kann ich ihn wieder entfernen?

Um den Vaginalring in die Scheide bequem einführen zu können, kann man einen Fuß auf einen Stuhl stellen oder sich auf die Toilettenbrille setzen. Dann drücken Sie den flexiblen Vaginalring zwischen Daumen und Zeigefinger zusammen, sodass er eine ovale Form bekommt. Führen Sie ihn so tief wie möglich in die Scheide ein. Der Vaginalring platziert sich dann von selbst im oberen Scheidendrittel.

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Wie oft muss man den Estring® wechseln?

Der Vaginalring Estring® kann – sofern er keine nennenswerten Beschwerden bereitet – für drei Monate im Scheidengewölbe bleiben. Während dieser Zeit gibt er konstant eine geringe Dosis Estradiol ab (7,5 μg/24 Stunden).

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Wie lange kann ich einen Vaginalring gegen Östogenmangel-Beschwerden verwenden?

Wie lange Sie eine örtliche Östrogentherapie benötigen, muss Ihr Arzt individuell beurteilen. Empfohlen wird gemeinhin, einen Vaginalring gegen Beschwerden nach der Menopause maximal zwei Jahre lang ununterbrochen zu tragen.

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Estradiol-Vaginalring (Estring®): Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Die folgenden Angaben beruhen auf den Hersteller-Angaben zum Estring®-Vaginalring. Verhältnismäßig häufig kommt es während der Therapie mit Estring® zu Ausfluss aus der Scheide.

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Vaginalring zur örtlichen Östrogentherapie: Wann ist ein Besuch beim Arzt notwendig

Vor Beginn und auch während der Behandlung mit einem Östrogen- bzw. Estradiol-freisetzenden Vaginalring sollten Sie im Abstand von maximal drei Monaten Ihren Gynäkologen aufsuchen. Bei der Untersuchung wird er beurteilen, ob die Therapie wirkt und ob die Behandlung weiterhin notwendig ist.

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Wann muss Frau den Vaginalring zur lokalen Östrogentherapie entfernen?

Vorübergehend entfernen sollten Sie den Vaginalring vor radiologischen Untersuchungen des Unterleibes (z.B. Röntgen). In Betracht zu ziehen ist das Entfernen des Rings außerdem, wenn Sie eine lokale vaginale Behandlung mit anderen Medikamenten (beispielsweise Scheidenzäpfchen) erhalten.

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Wann darf man einen Vaginalring zur lokalen Östrogentherapie nach der Menopause nicht anwenden?

Schwangere Frauen oder jene, bei denen eine Schwangerschaft vermutet wird, dürfen keinen Vaginalring zur lokalen Behandlung von Östrogen-Mangelsymptomen verwenden. Das gilt auch bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Estradiol oder einen der sonstigen Bestandteile des Rings (beispielsweise Silikon).

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Ungeplante, späte Schwangerschaft während der Behandlung mit dem Vaginalring Estring®: Haben die Hormone dem Ungeborenen geschadet?

In fast allen zurzeit vorliegenden Untersuchungen, in denen ein Fötus unbeabsichtigt Östrogenen ausgesetzt wurde, fanden sich keinerlei Fehlbildungen beim Embryo und es ließen sich auch keinerlei mittelbare oder unmittelbare Wirkungen des Hormons auf das Ungeborene erkennen.

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