Risiken der Hormontherapie in den Wechseljahren

Erhöhen Hormonpräparate in den Wechseljahren die Gefahr von Erkrankungen? Steigt das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes oder gar Krebs? Mehr dazu in diesem und dem folgenden Kapitel.

Hormontherapie mit Tabletten, Pflaster oder Cremes: Beeinflusst die Art der Präparate tatsächlich das Thrombose-Risiko?

Neben den enthaltenen Wirksubstanzen scheint das Risiko für Thrombosen tatsächlich auch davon abzuhängen, in welcher Form die Hormone verabreicht werden. So fand sich bei der sogenannten transdermale Hormongabe (Aufnahme der Hormone über die Haut) – etwa via Creme, Gel oder Pflaster – in vielen Studien kein vermehrtes Thrombose-Risiko.

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Bei welchen Vorerkrankungen sollten auf keinen Fall Hormonpräparate gegen Wechseljahresbeschwerden eingenommen werden?

Generell werden Hormonpräparate in den Wechseljahren heute wesentlich zurückhaltender eingesetzt als noch vor zehn Jahren.

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Hat eine Hormontherapie Einfluss auf das Risiko, an Diabetes zu erkranken?

Hormone steigern das Diabetesrisiko offenbar nicht. Im Gegenteil: Mehrere Studien lieferten Hinweise dafür, dass Frauen unter Hormontherapie möglicherweise seltener an Diabetes mellitus erkranken.

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Welchen Einfluss hat eine Hormoneinnahme in den Wechseljahren auf den Blutdruck?

Eine Hormonbehandlung in den Wechseljahren erhöht den Blutdruck in der Regel nicht. Die Hormoneinnahme hat vielmehr positive Auswirkungen auf Risikofaktoren, die zu Bluthockdruck führen können.

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Darf ich Hormon-Präparate einnehmen, wenn ich schon einmal eine Thrombose hatte?

Wenn Sie schon einmal eine Thrombose hatten, wird Ihr Arzt Sie genau untersuchen, um ganz individuell bei Ihnen zu prüfen, ob der Nutzen einer Hormonersatztherapie mögliche Risiken überwiegt.

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Welchen Einfluss hat eine Hormontherapie in den Wechseljahren auf die Blutgerinnung?

Weibliche Geschlechtshormone haben insgesamt relativ komplexe Auswirkungen auf die Blutgerinnung. Sie wirken in unterschiedlichen Konstellationen sowohl aktivierend als auch hemmend auf die Gerinnungsneigung.

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Stimmt es, dass man durch Hormon-Tabletten gegen Wechseljahresbeschwerden häufiger Gallensteine bekommt?

Ja. Frauen, die Östrogen-Tabletten einnehmen, bekommen etwa 2,5mal häufiger Gallensteine als jene ohne Hormontherapie.

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Sind die Risiken einer Hormontherapie wirklich eine Frage des Alters?

Die Nutzen-Risiko-Abwägung der Hormontherapie in den Wechseljahren bleibt kompliziert. Viele Studien - viele, teils auch widersprüchliche Ergebnisse. Und gewisse Risiken der Hormontherapie scheinen tatsächlich erst für Frauen ab einem Alter von über 60 Jahren zu gelten.

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