Schützt eine Hormontherapie vor Herzinfarkt oder Schlaganfall?

Es gibt vereinzelte Studien, die bei bestimmten Konstellationen (u.a. früher Behandlungsbeginn, herzgesunde Frauen) eine Senkung der Arteriosklerose- und Infarktrate zeigen konnten. Offiziell aber leitet sich daraus keine Empfehlung ab, zumal es auch zahlreiche gegensätzliche Studienergebnisse gibt.

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Das Profil der Blutfette verbessert sich zwar unter einer Hormontherapie. Deswegen hofften Mediziner schon in früheren Jahren, dass die Behandlung einen gewissen Schutz vor Herz- und Kreislauferkrankungen bietet. Aber wie oben gesagt: Diese Hoffnung hat sich in der Mehrzahl der Untersuchungen nicht erfüllt; die Hormongabe hat demnach offenbar keine positiven Auswirkungen auf die langfristige Herzgesundheit.

Das Fazit aus der Mehrzahl der Studien: Das Risiko für Herzinfarkte steigt besonders durch eine kombinierte Östrogen-Gestagen-Therapie an, während eine alleinige Gabe von Östrogen das Risiko statistisch nicht signifikant verändert.

Zu Schlaganfällen kommt es sowohl unter Kombinationstherapie als auch unter alleiniger Östrogenbehandlung signifikant häufiger als bei Frauen, die keine Hormonbehandlung erhalten.

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