Lindert eine Hormontherapie auch Blasenfunktionsstörungen?

Eine Hormonbehandlung wirkt nicht gegen Harninkontinenz (Blasenschwäche) und beugt auch nicht dagegen vor. Dies konnten einige neue große Untersuchungen belegen (beispielsweise die Women`s Health Initiative [WHI] und die Heart and Estrogen/Progestin Replacement Study [HERS]).

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Im Gegenteil: Eine orale Hormontherapie steigert das Risiko für das Auftreten einer Blasenschwäche und kann eine bestehende Inkontinenz sogar verschlimmern. Auch für Hormonpräparate, die örtlich in der Scheide appliziert werden, fand sich kein eindeutig positiver Effekt.

Folglich heißt es in den medizinischen Richtlinien (seit 2009) ganz klar: „Zur Therapie der Harninkontinenz sollte keine orale Hormontherapie empfohlen werden.“ Zur Behandlung von Blasenfunktionsstörungen „stehen andere Medikamente und sonstige Therapieverfahren mit nachgewiesener Wirkung zur Verfügung, die eingesetzt werden sollten.“

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