Osteoporose? Knochendichtemessung nur bei begründetem Verdacht

Osteoporose ist vornehmlich eine Krankheit des höheren Alters. Sie trifft Frauen häufiger als Männer. Bei einer Osteoporose vermindert sich die Festigkeit – besser die Dichte – der Knochen. Dadurch werden sie dünner und anfälliger für Brüche. Das Risiko kann durch eine Knochendichtemessung – medizinisch Osteodensitometrie – ermittelt werden.

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Häufig wird die Angst geschürt: Das Erweichen der Knochen führe zu vermehrten Knochenbrüchen. Ob das aber wirklich stimmt, daran bestehen zumindest Zweifel. Die Krankenkasse Barmer GEK sagt, dass die meisten Knochenbrüche bei Menschen mit normaler Knochendichte auftreten. Allerdings werden viele Brüche – insbesondere von Wirbeln -, die wegen Osteoporose entstehen, gar nicht wahrgenommen. Denn sie bereiten keine besonderen Beschwerden.

Keine voreilige Routine-Knochendichtemessung, die Sie selber zahlen müssen

Die Wahrscheinlichkeit für eine Osteoporose lässt sich abschätzen. So gibt es bestimmte Risikofaktoren: Frauen und ältere Menschen sind gefährdeter, die Stärke der Knochen wird vererbt, Mangelernährung, bestimmte Krankheiten (z.B. Schilddrüse) und Medikamente (z.B. Kortison) sowie wenig Bewegung machen anfällig.

Ob eine Osteoporose vorliegt, lässt sich mit einer Knochendichtemessung bestimmen. Sie ermittelt den Mineralsalzgehalt der Knochen an der unteren Lendenwirbelsäule und den Hüftknochen. Verschiedene Ärzte bieten diese Messung im Rahmen von sogenannten Igel-Leistungen an. Das sind Leistungen, die der Patient selbst bezahlt muss.

Die Barmer GEK rät Betroffenen nun, eine Osteodensitometrie nur bei begründetem Verdacht durchführen zu lassen, weil sie ohne Verdacht nicht sinnvoll ist. Bei einem begründeten Verdacht, wenn sie also medizinisch notwendig ist, wird sie aber auch von der Krankenkassen bezahlt.


WANC 19.10.2011
Quelle: Broschüre der Barmer GEK

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