Eierstöcke entfernt: Gefahr für das Gedächtnis?

Bei Frauen, die sich einen oder beide Eierstöcke entfernen lassen mussten, scheint ein erhöhtes Risiko für eine spätere Demenz und auch für Morbus Parkinson zu bestehen. Dies zumindest ist das Ergebnis einer Untersuchung der berühmten Mayo-Klinik in den USA.

Unsere 10 wichtigsten Tipps für die Wechseljahre

weiterlesen...

Die Wiissenschaftler aus Rochester beobachteten über 2.000 Frauen, bei denen zwischen 1950 und 1987 einer oder beide Eierstöcke entfernt worden waren. Bei diesen Frauen war das Risiko eines späteren Gedächtnisschwunds deutlich erhöht. Und eine Schüttellähmung (Parkinsonsche Erkrankung) trat sogar um rund 70% häufiger auf als bei Frauen ohne Eierstockentfernung.

Die Forscher führen diesen Effekt auf die Hormonumstellung nach Entfernung der Eierstöcke zurück. Somit könnte eine Hormontherapie mit weiblichen Geschlechtshormonen möglicherweise das ideale Gegenmittel sein. Die Gabe von Hormonpräparaten in den Wechseljahren ist zwar mittlerweile aufgrund ihrer Risiken eher verpönt. In diesem Fall könnte der Nutzen die Risiken aber mehr als aufwiegen.  

Autoren: WANC/, 07.11.07

Anzeigen