Rotklee und Soja: Hilfe bei Beschwerden in den Wechseljahren

Soja und Rotklee stehen in der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden hoch im Kurs. Seit die klassische Hormontherapie wegen diverser Nachteile (leicht erhöhtes Risiko u.a. für Thrombosen, Schlaganfall und Brustkrebs) in Verruf geraten ist, suchen Frauen und Frauenärzte nach Alternativen – im besten Fall nach risikoarmen, pflanzlichen Produkten.

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Zwar gibt es auch zu den pflanzlichen Soja- und Rotklee-Präparaten kritische Stimmen. Insbesondere wird häufiger davor gewarnt, dass diese Mittel relativ wenig geprüft sind, weil es sich formal um keine Arzneimittel handelt, die Reglementarien der Zulassung also laxer sind. Unterm Strich gibt es aber auch viele Stimmen, die einen Einsatz bei Wechseljahresbeschwerden befürworten.

Rotklee: mehr Isoflavone als Soja

In diesen Chor reiht sich jetzt die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik ein. Sie stellt in einer aktuellen Publikation noch einmal die wesentlichen Vorteile der "Pflanzen-Hormone" heraus. Sowohl Soja als auch Rotklee enthalten sogenannte Isoflavone. Und diese Substanzen haben Östrogen-ähnliche Wirkungen. Sie sind damit auch in der Lage, ähnlich wie eine Hormontherapie die nachlassende Östrogenproduktion bei Frauen in den Wechseljahren zu kompensieren. Und damit Beschwerden wie Hitzewallungen entgegenzuwirken. Zumindest teilweise.

Nach Ansicht der Gesellschaft ist Rotklee dabei noch wertvoller als Soja, weil der Isoflavon-Anteil höher ist. Da mit diesen Produkten auch viel Geld verdient wird und man nie genau weiß, von wem solche Ansichten lanciert werden, sollte man mit solchen Aussagen allerdings immer zurückhaltend umgehen. Eines immerhin ist sicher: Frauen in Asien haben deutlich weniger Wechseljahresbeschwerden als Frauen in Mitteleuropa. Wahrscheinlich, weil sie wesentlich mehr Soja zu sich nehmen.

Autor: 14.12.05

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