Soja gegen Wechseljahresbeschwerden: immer noch Fragen offen

Dass Soja und Soja-Produkte gegen Wechseljahresbeschwerden helfen sollen, ist seit langem bekannt. Allerdings sind die wissenschaftlichen Daten dazu nicht ganz eindeutig, wie die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik betont. Und natürlich sind bei dem einen oder anderen Kommentar dazu auch wirtschaftliche Interessen nicht auszuschließen.

Unsere 10 wichtigsten Tipps für die Wechseljahre

weiterlesen...

Eines steht fest: Frauen in Asien haben mit Wechseljahresbeschwerden wenig am Hut. Viele wissen nicht einmal, was das ist. Wissenschaftler führen das auf die Ernährung zurück. Auf die pflanzenreiche, fettarme und sojareiche Kost. Denn Bestandteile im Soja wirken ähnlich wie das Geschlechtshormon Östrogen - das in den Wechseljahren zur Neige geht.

Was bringen Soja-Pillen?

Weniger fest steht, ob es sich für europäische Frauen lohnt, deshalb Soja-Pillen einzunehmen. Einige Studien sprechen dafür, andere zeigen eher keinen Effekt. Und da es sich bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden auch um ein lukratives Geschäft handelt, muss man alle "Erkenntnisse" zu diesem Thema mit einer gesunden Skepsis betrachten. Dabei ist nicht nur die Rede von den Herstellern der Soja-Produkte und Soja-Pillen. Auch die Hersteller von Östrogen- und Hormonpräparaten haben ihre Interessen - und sicher nicht die, die Wirkung von Soja zu preisen.

Übrigens geht es auch gar nicht nur um Soja: Auch Leinsamen und Rotklee enthalten viele dieser besagten Pflanzenhormone.

Unser Fazit: Frauen, die sich vorwiegend pflanzlich ernähren und dazu ab und zu Sojasauce oder Sojasprossen beisteuern, können nicht viel falsch machen.


Autoren: WANC/ 23.11.04

Anzeigen