Hormontherapie: Leidet auch das Gehör?

Die Einnahme von Hormon-Präparaten gegen Wechseljahresbeschwerden scheint schlecht für das Gehör zu sein. Das zumindest deutet eine US-amerikanische Studie an.

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Die Wissenschaftler hatten 64 Frauen im Alter über 60 Jahre über einen längeren Zeitraum beobachtet. Eine Hälfte der Teilnehmerinnen nahm Hormone ein, die andere nicht. Bei den Frauen unter Hormontherapie kam es um 30% häufiger zu Problemen mit dem Gehör. Vor allem das Hören in Situationen mit viel Hintergrundgeräuschen war bei den betroffenen Frauen eingeschränkt.

Warum eine Hormontherapie die typische Altersschwerhörigkeit zu fördern scheint (für eine endgültige Aussage war diese Studie zu klein), ist unklar. Die Studienautoren sprechen etwas kryptisch von einem "ionischen Ungleichgewicht" durch Hormonschwankungen – mit anderen Worten: Sie tappen im Dunkeln.

Würde sich diese Beobachtung bestätigen, stünde neben Brustkrebs, Schlaganfall und Herzinfarkt ein weiteres Gesundheitsrisiko auf der Contra-Seite der Hormontherapie.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn, 12.03.04

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