Was sind die Vorteile der symptothermalen Methode zur Verhütung?

Der etwas sperrige Begriff "symptothermale Methode" beschreibt eine natürliche Form der Empfängnisverhütung. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine Kombination der Temperaturmethode und der Billings-Methode. Durch die regelmäßige, morgendliche Messung der Körpertemperatur (Anstieg = fruchtbare Phase) und das zusätzliche Begutachten des Gebärmutterschleims (flüssiger = fruchtbare Phase) erreicht man eine deutlich höhere Sicherheit als mit einer der beiden Methoden allein.

Die Vorteile der symptothermalen Methode sind:

  • keine Pille, keine Beeinflussung des Hormonhaushalts
  • als "technische Ausrüstung" genügt ein Fieberthermometer
  • kein Arzt notwendig
  • keine Zustimmung der Eltern notwendig, weil in Eigenregie durchführbar
  • Zyklusunregelmäßigkeiten werden durch das Temperaturmessen erkannt, was später bei Kinderwunsch wichtig sein kann

Zu den Nachteilen zählt vor allem das täglich notwendige Temperaturmessen vor dem Aufstehen, was eine gewisse Disziplin erfordert. Aber auch der Fakt, dass die Methode lediglich die empfängnisbereiten Tage anzeigt, ein zusätzlicher Schutz (z.B. Kondom) in dieser Phase also notwendig wird, wird von manchen Paaren als Nachteil gegenüber der Pille empfunden.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn