Nach wem wurde die Billings-Methode benannt?

Nach John Billings, einem australischen Arzt, der 2007 verstorben ist. Er erforschte in den 60er Jahren gemeinsam mit seiner Frau (Evelyn Billings) verschiedene Formen der natürlichen Familienplanung und stellte dabei fest, dass sich der Gebärmutterschleim während des Zyklus verändert. In der unfruchtbaren Zeit ist er eher dickflüssig und trocken, in der empfängnisbereiten Zeit wird der Zervixschleim dann dünner bzw. flüssiger. Aus dieser Beobachtung entstand die Billings-Methode, bei der die Frau regelmäßig ihren Gebärmutterschleim begutachtet.

Erstaunlich an dieser Geschichte ist, dass Billings eigentlich Neurologe war. Seine Forschungen in Sachen Familienplanung waren eher ein Privatvergnügen. Nach zunehmender Anerkennung der Billings-Methode gründeten John und Eveyln Billings die "World Organisation of the Ovulation Method Billings" und verbrachten viel Zeit damit, diese Form der Empfängnisverhütung weltweit publik zu machen. Sie selbst scheinen die Methode übrigens nicht angewandt zu haben – das Ehepaar bekam 9 Kinder.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn