Natürliche Empfängnisregelung

Hier findet Ihr Fragen und Antworten zur Verhütung ohne Pille und Hormone. Sollte Euch eine Frage dazu fehlen, schreibt uns, wir versuchen das dann schnellstmöglich nachzuliefern.

Wie genau funktioniert die Temperaturmethode?

Die Körpertemperatur der Frau steigt nach dem Eisprung leicht an und bleibt durch einen thermischen Effekt des Hormons Progesteron bis zum Ende des Zyklus konstant erhöht. Bei der sogenannten Temperaturmethode macht man sich diese Tatsache zunutze, um festzustellen, wann die fruchtbaren Tage sind bzw. wann genau die „sichere Zeit“ beginnt.

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Ist die Temperaturmethode sicher genug?

Entgegen teilweise veralteten Behauptungen, dass unregelmäßige Schlafzeiten, spätabendlicher Alkoholkonsum, Stress oder Reisen die Temperaturentwicklung leicht durcheinanderbringen, zeigen neuere Untersuchungen, dass der störende Einfluss hier meist eher gering ist und die Zykluskurven sogar bei Schichtarbeiterinnen weitgehend robust sind.

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Was ist ein Coitus interruptus?

Mit dem Begriff Coitus interruptus umschreiben Mediziner eine der unsichersten Verhütungsmethoden, die es gibt: nämlich den Penis rauszuziehen, bevor es zum Orgasmus und damit zur Ejakulation kommt. Also ein Samenerguss außerhalb der Vagina, in halbwegs sicherer Entfernung. Das ist nicht nur potentiell frustrierend, zumindest für die meisten Männer, es ist auch gar nicht so einfach und verlangt eine Menge an Selbstdisziplin.

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Warum wird der Coitus interruptus von der katholischen Kirche verurteilt?

Der Coitus interruptus ist die Beendigung des Geschlechtsverkehrs vor dem Orgasmus des Mannes, also das Rausziehen des Penis vor der Ejakulation. Man könnte nun verständnisvoll dazu nicken, dass das der katholischen Kirche nicht gefällt, schließlich wird damit das Kinderkriegen unterbunden. Aber die wahren Gründe für die Verurteilung dieses unterbrochenen Aktes sind ganz andere und zeigen, wie skurril sich manche katholische Lehren herleiten.

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Ist die Kalendermethode nach Knaus-Ogino verlässlich genug?

Um es vorweg zu sagen: Wer mit natürlicher Empfängnisregelung verhüten will, für den gibt es z.B. mit der symptothermalen Methode gute und an die Verlässlichkeit der Pille heranreichende Möglichkeiten. Die hier beschriebene Kalendermethode nach Knaus-Ogino gehört aber explizit zu den weniger sicheren natürlichen Praktiken.

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Natürliche Verhütung: Worin waren Herr Knaus und Herr Ogino uneins?

Der Japaner Kyusaku Ogino und der Österreicher Herrmann Knaus haben Anfang des letzten Jahrhunderts (um 1923) auf ganz merkwürdige Weise Medizingeschichte geschrieben. Sie gaben einer natürlichen Methode der Empfängnisverhütung ihren Namen, obwohl sie völlig unterschiedlicher Meinung waren.

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Welche Verhütungsmethode nennt man "Katholisches Roulette"?

Die Knaus-Ogino-Methode. Das ist eine etwas veraltete Form der natürlichen Empfängnisverhütung, bei der man nach einer recht komplizierten Formel die fruchtbaren Tage ausrechnet. Veraltet deshalb, weil man das heute mit der Temperaturmethode oder noch besser mit der symptothermalen Methode sehr viel sicherer berechnen kann.

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Wie funktioniert die Billings-Methode?

Bei der Billings-Methode wird Menge und Konsistenz der Zervixflüssigkeit im Laufe des Zyklus beobachtet, anhand dessen dann die fruchtbare Zeit ermittelt wird. Dieses funktioniert auf der Basis, dass die Drüsen am Gebärmutterhals rund um den Eisprung hormonbedingt mehr Sekret absondern, was von der Frau meist als klarer und verstärkter Flour wahrgenommen wird (etwa wie rohes Eiweiß).

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Nach wem wurde die Billings-Methode benannt?

Nach John Billings, einem australischen Arzt, der 2007 verstorben ist. Er erforschte in den 60er Jahren gemeinsam mit seiner Frau (Evelyn Billings) verschiedene Formen der natürlichen Familienplanung und stellte dabei fest, dass sich der Gebärmutterschleim während des Zyklus verändert. In der unfruchtbaren Zeit ist er eher dickflüssig und trocken, in der empfängnisbereiten Zeit wird der Zervixschleim dann dünner bzw. flüssiger. Aus dieser Beobachtung entstand die Billings-Methode, bei der die Frau regelmäßig ihren Gebärmutterschleim begutachtet.

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Was macht die symptothermale Methode als natürliche Verhütungsmaßnahme so sicher?

Die symptothermale Methode kombiniert mehrere Praktiken aus der natürlichen Familienplanung und dient durch bestmögliche Eingrenzung der fruchtbaren Zeit der Empfängnisverhütung (und bei Kinderwunsch übrigens umgekehrt auch der Empfängnisoptimierung). Durch die Bestimmung gleich mehrerer, im Laufe des weiblichen Zyklus wechselnder Körperzeichen, gilt die Methode bei richtiger Anwendung als nahezu ebenso sicher wie z.B. die Pille.

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