Wie lange dauern die Beschwerden bei einem Schleudertrauma?

Wie lange ein Schleudertrauma dauert, ist absolut nicht vorherzusagen. Das richtet sich nach Schweregrad, Alter und Konstitution.

Ein Schleudertrauma kann nach zwei Tagen abgeklungen sein oder bis zu einem Jahr noch leichte Auswirkungen haben.

Bei schweren Auswirkungen, und um einen schnellen Heilungsverlauf zu erzielen, ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzten, Therapeuten und Patienten von Bedeutung. Unter Umständen sogar mit psychologischer Betreuung. Physiotherapeutische Maßnahmen sind genauso wichtig, wie eine aktive Mitwirkung des Patienten.

Bei den Übungen und anderen therapeutischen Maßnahmen muss ein gutes Mittelmaß gefunden werden. Üben Sie zu viel und intensiv, erreichen Sie das Gegenteil. Zu wenig hilft Ihnen auch nicht. Halten Sie sich an die Anweisungen Ihres Arztes und Therapeuten.

Bei einem Schleudertrauma sind alle Behandlungen individuell und eine Behandlungszeit, sowie Beschwerdefreiheit, kann nicht vorhergesagt werden.

Je nach Schweregrad gibt es Einteilungen. Der Quebec-Klassifikation

  • Keine Beschwerden
  • Steife Nackenmuskulatur
  • Starke Muskelverspannungen
  • Neurologische Ausfälle
  • Verdrehung oder Frakturen der Halswirbel

Sie werden verstehen, dass bei neurologischen Ausfällen eine längere Behandlungsdauer erforderlich ist, als bei Muskelverspannungen.

Nach der DGN-Leitlinie wird maximal drei Wochen krankgeschrieben, wenn Beschwerden bestehen. Danach erfolgt eine erneute Untersuchung.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin

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