Schleudertrauma: Wie kann ich Spätschäden verhindern?

Um Spätfolgen zu vermeiden, sollte grundsätzlich ein Arzt aufgesucht werden, auch wenn zunächst keine Symptome zu erkennen sind.

Ein Schleudertrauma in leichter Form ist schnell abgeklungen und Spätfolgen sind nicht zu erwarten.

Anders sieht es aus, wenn bei einem Schleudertrauma ausgeprägte Verletzungen entstanden sind, sowie eine vorgeschädigte Bandscheibe oder arthrotische Halswirbel.

Bei neurologischen Ausfällen oder Frakturen der Halswirbel sind Spätfolgen nicht ausgeschlossen aber nicht grundsätzlich der Fall. Daher ist es wichtig, mit einer frühzeitigen Behandlung in der akuten Anfangsphase zu beginnen.

Bei langwierigen Behandlungen ist es verständlich, wenn Patienten die Therapie abbrechen, sobald eine Besserung eingetreten ist. Das kann zu Spätfolgen führen. Daher ist es unbedingt notwendig, die Beschwerden absolut auszukurieren.

Nehmen Sie keine Therapie in Anspruch und eine Vorschädigung war vorhanden, ist mit Spätfolgen zu rechen.

Zu den Vorschädigungen zählen:

  • Osteoporose
  • Frühere Frakturen
  • Arthrose der Halswirbel
  • Osteochondrose (eine degenerative Erkrankung der Knochen)
  • Skoliose (eine Seitenabweichung der Wirbelsäule)
  • Bandscheibenschaden

Spätfolgen müssen nicht auftreten, wenn Sie unter fachlicher Anleitung die notwendige Therapie durchführen. Wichtig ist, dass Sie die Anweisungen befolgen und aktiv mitwirken. Ganz gleich, wie lange die Behandlung dauert.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin

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