Kann ich nach einem Schleudertrauma arbeiten?

Auch wenn Sie nach einem Schleudertrauma keine Beschwerden verspüren, besagt das nicht, das alles in Ordnung ist.

Beschwerden treten direkt nach einem Schleudertrauma selten auf. Das kann einige Stunden nach einem Unfall sein oder sogar am nächsten Tag. Daher ist ein Arztbesuch immer ratsam.

Ein Schleudertrauma kann nach zwei Tagen abgeklungen sein und Sie können wieder arbeiten. Bei neurologischen Ausfällen oder Frakturen der Halswirbel sind Sie länger arbeitsunfähig, als bei einem steifen Nacken der schnell abgeklungen ist.

Erklären Sie genau Ihre Symptome um den Arzt wichtige Hinweise zu geben. Auf Röntgenbilder ist nicht immer alles zu erkennen, falls bei Ihnen ein Röntgenbild erstellt wird.

Ob Sie sofort nach einem Schleudertrauma arbeiten können, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Es kommt ganz darauf an, zu welcher der Quebec-Klassifikation Sie gehören.

Je nach Schweregrad gibt es Einteilungen in der Quebec-Klassifikation:

  • Keine Beschwerden
  • Steife Nackenmuskulatur
  • Starke Muskelverspannungen
  • Verdrehung oder Frakturen der Halswirbel

Treten bei Verspannungen zusätzlich Übelkeit auf, lässt das eventuell auf eine Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) schließen. Eine sofortige Arbeitsaufnahme ist damit möglich und muss auskuriert werden.

Welche Auswirkungen Ihre Beschwerden haben und wann Sie arbeiten können, kann nur der Arzt abschätzen.

Nach der DGN-Leitlinie wird maximal drei Wochen krankgeschrieben. Sind keine Beschwerden vorhanden, ist eine Arbeitsunfähigkeit nicht notwendig.

Grundsätzlich können Sie arbeiten, wenn der Arzt das abgeklärt hat.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin

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