Wie funktioniert der Kohlenhydratstoffwechsel?

Kohlenhydrate sind wichtige Energiespender für unser Gehirn, unsere Muskeltätigkeit und jedwede körperliche Aktivität. Wenn wir Kohlenhydrate zu uns nehmen, wandelt der Körper sie in Zuckerstoffe um. In der Folge steigt der Blutzuckerspiegel an.

Die Rolle von Insulin

Das ist völlig normal und hat noch nichts mit Diabetes zu tun. Der Körper reagiert nämlich bei gesundem Stoffwechsel sehr kurzfristig auf den Blutzuckerspiegel und schüttet daraufhin Insulin aus. Dieses Hormon aus der Bauchspeicheldrüse reguliert die Aufnahme von Zucker in die Zellen. Insulin sorgt also dafür, dass der Blutzucker rasch wieder sinkt.

Mit dem Einbau in die Körperzellen steuert Insulin insgesamt die Energiezufuhr und Energiespeicherung. Denn Zucker bzw. Glukose ist so etwas wie ein chemischer Energiespeicher. Durch die Tätigkeit von Insulin bleibt der Blutzucker jedenfalls im Normbereich – außer direkt nach dem Essen, weswegen der Blutzucker auch immer nüchtern bestimmt wird.

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Zusammenspiel von Zucker, Fett und Insulin

Insulin hat aber noch weitere Effekte:

  • Es bremst zum Beispiel die Verbrennung von Fett: Die Fettdepots werden also nicht abgebaut.
  • Insulin verursacht außerdem Hunger, was wiederum zu einer gesteigerten Kalorienaufnahme führt.

Überschüsse an Kohlenhydraten werden im Körper in Fett umgewandelt und gespeichert. Das bedeutet für die Gewichtsregulation: Wenn man die Aufnahme von kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln einstellt, baut der Körper mehr Fett ab.

Was auch wichtig ist: Kohlenhydrate sind eigentlich kein wirklich wichtiger Nährstoff, den wir mit der Nahrung aufnehmen müssen, denn der Körper kann ihn selbst herstellen.

Autoren: Fedor Singer & Dr. med. Jörg Zorn

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