Was ist die Rohkost-Diät und welche Nachteile hat sie?

Die Rohkost-Diät ist nicht jedermanns Sache. Auf ein saftiges Steak, ein deftiges Gulasch und sogar Brot muss man hier verzichten. Zu dieser Diät gehören ausschließlich naturbelassenes Gemüse, Obst, Salate und Nüsse.

Man isst z.B. rohe Möhren, Paprika und Tomaten. Getreide ist ebenfalls nur in rohem Zustand vorgesehen und Fleisch überhaupt nicht. Dies ist vorteilhaft für Menschen, die sich relativ gesund und dabei einfach ernähren möchten. Wer nicht gerne kocht und auf die Verarbeitung bzw. Zubereitung von Nahrungsmitteln nicht viel Wert legt, kommt hier auf seine Kosten.

Unsere 10 wichtigsten Tipps zum Abnehmen

weiterlesen...

Welche Nachteile hat die Rohkost-Diät?

Die Nachteile der Rohkost-Diät fangen damit an, dass die Auswahl an Lebensmitteln stark eingeschränkt ist. Man isst ja fast nur rohes Obst und Gemüse. Kartoffeln sind roh nicht essbar, weil ihre Stärke roh nicht zu verdauen ist. In rohen Hülsenfrüchten gibt es Substanzen, die den Eiweißstoffwechsel im Körper bremsen. Auch Getreide ist für viele Menschen roh schlecht zu vertragen. Nach einer Röstung oder dem Backen wird es besser verdaut. Milcheiweiß wird wesentlich besser verwertet, wenn es durch Säuren (wie etwa im Joghurt) verändert oder erhitzt wird.

Gefahr der Mangelernährung

Wer mit einer Rohkost-Diät sein Übergewicht bekämpfen will, bekommt häufig zu wenig Nährstoffe, die aus Getreide und tierischen Produkten stammen. Ein Beispiel sind lebensnotwendige Fette, wie z.B. die Omega-3-Fettsäuren, aber auch die Vitamine B12, B2, D und Niacin. Zink und Eiweiß sind oft ebenfalls zu wenig vorhanden. Es droht also bei dieser Diät eine Mangelernährung! Wer mit rohem Obst und Gemüse viel Ballaststoffe zu sich nimmt, bekommt möglicherweise Blähungen, Völlegefühl und Durchfall.

Autor: Fedor Singer

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Anzeigen