Wie funktioniert die Low-Carb-Diät?

Die Low-Carb-Diät sieht eine Reduktionskost vor, die auf einer weitreichenden Vermeidung von Kohlenhydraten beruht. Man isst also mehr Fleisch, Eier, Joghurt, Fisch und Gemüse, aber keine Nudeln, Brot, Kartoffeln, Süßigkeiten, Bananen, Trockenobst oder Reis.

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Man verzichtet also vor allem auf die sättigenden Beilagen. Auch Alkohol liefert viele Kohlenhydrate. Stattdessen soll die Energieversorgung des Körpers hauptsächlich über Fett und Eiweiß geschehen, genauer: Die Verminderung der Kohlenhydrate soll das vorhandene Zuviel an Eiweiß und Fett ausgleichen. Hier sind vor allem die Nahrungsmittel mit hohem Stärke-, Zucker- oder Mehlanteil tabu.

Deutlich weniger Kohlenhydrate

Normalerweise liegt in den westlichen Industrienationen die Zufuhr von Energie durch Kohlenhydrate bei rund 50%, bei der Low-Carb-Diät liegt sie darunter. Wie weit, hängt von den jeweiligen Empfehlungen ab. Die ketogene Diät beispielsweise reduziert die Kohlenhydrate fast gegen null, es gibt aber auch Formen der Low-Carb-Diät, die geringere Minderungen der Kohlenhydrataufnahme vorsehen.

Welche historische Entwicklung hat die Low-Carb-Diät?

Die Idee einer Diät mit reduzierter Kohlenhydratzufuhr zur Minderung von Übergewicht ist ein Kind des 19. Jahrhunderts. Der Brite William Banting entwickelte diese Banting-Kur. Sie basierte auf seiner eigenen Erfahrung: Ein Arzt hatte ihm eine Kost mit betont viel Fleisch empfohlen und er hatte in der Folge viel Gewicht verloren.

Viele Fachleute vertraten die Ansicht, dass vor allem Stärke in Brot, Backwaren und Mehl für Übergewicht verantwortlich sei. Der österreichische Mediziner Wolfgang Lutz erfand auf dieser Basis in den 1950er Jahren die Lutz-Diät und reduzierte seine Aufnahme von Kohlenhydraten auf 72 Gramm am Tag. Rund 20 Jahre später war es Robert Atkins, der mit der Entwicklung der Atkins-Diät wieder an die Low-Carb-Diät erinnerte.

Autor: Fedor Singer

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