Welche Vorteile und Nachteile hat die Atkins-Diät?

Der Vorteil der Atkins-Diät besteht darin, dass Sie in relativ kurzer Zeit relativ viel abnehmen können. Dies hat seinen Grund darin, dass das aufgenommene Eiweiß nicht gespeichert werden kann und überschüssige Mengen einfach ausgeschieden werden. Auch das Fett macht nicht dick. Beim Ausbleiben der Kohlenhydrate kann der Körper das Fett nicht wie sonst verarbeiten.

Nachteil der Atkins-Diät: Vitaminmangel

Bei der Atkins-Diät entsteht aufgrund der einseitigen Ernährung schnell ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen. Diese soll man sich laut dem "Diät-Erfinder" Atkins künstlich zuführen. Es ist allerdings wissenschaftlich nicht erwiesen, ob z.B. Vitaminpillen und ähnliche Präparate wirklich ausreichen, um einen entsprechenden Mangel auszugleichen. So weiß man beispielsweise, dass Vitaminpräparate Schlaganfälle nicht unwahrscheinlicher machen.

Kein Sport: Klingt gut, ist aber nicht gut

Ein weiterer Nachteil: Aus gesundheitlichen Gründen ist es sicherlich fragwürdig, einen Diät-Vorschlag zu machen, der keinen Sport erfordert. Zwar ist Sport in der Atkins-Diät nicht verboten, aber eben auch nicht nötig für den Erfolg der Diät. Wer aber nicht durchtrainiert ist, ist viel anfälliger für zahlreiche Krankheiten. Außerdem hilft eine gewisse Muskelmasse beim Abnehmen. Wenn Sie also absolut keinen Sport treiben und sich auf eine Weise ernähren, die den Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln erfordert, ist dies Ihrer Gesundheit mit Sicherheit nicht zuträglich.

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Weitere Nachteile

Auch führt die Atkins-Diät, ähnlich wie alle Low-Carb-Diäten, meist schnell zu einem starken Appetit auf Kohlenhydrate, z.B. Nudeln, Brot oder Kartoffeln.

Das in Massen zugeführte Fett kann die Cholesterinwerte negativ beeinflussen.

Wenn viel salzreiche Produkte verzehrt werden, z.B. Käse oder Wurst, ist dies ebenfalls ungesund für das Herz-Kreislauf-System, vor allem kann der Blutdruck steigen.

Nebenwirkungen der Diät

Als Nebenwirkungen der Atkins-Diät können auftreten:

  • Verstopfung
  • Kopfschmerzen
  • starke Abgeschlagenheit
  • Mundgeruch (durch das Ausscheiden der Ketonkörper über die Atemluft)
  • Muskelkrämpfe

Das viele Eiweiß ist ein Risiko vor allem für Nierenkranke. Eine schwache Niere kann die große Menge von Abbauprodukten der Proteine nicht mehr herausfiltern und nimmt weiteren Schaden. Harnsäure im Blut kann Gicht begünstigen. Tierische Produkte belasten außerdem die Umwelt. Dies beschäftigt vor allem Menschen, die sich über Tierschutz Gedanken machen.

Fazit:

Wer sich diese lange Liste der Nachteile anschaut, stellt fest: Diese Diät ist nicht wirklich empfehlenswert.

Autor: Fedor Singer

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