Magenband: Welche Komplikationen können beim Einsetzen bzw. Tragen auftreten?

Auch wenn es sich bei der Magenband-Operation um ein sogenanntes minimal-invasives Verfahren handelt, also einen Eingriff mit nur kleinem Hautschnitt (Schlüssellochtechnik), kann auch bei dieser Maßnahme etwas schieflaufen. Sowohl beim Einsetzen eines Magenbandes als auch beim Tragen desselben kann es zu Problemen kommen.

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Kommt es zu Komplikationen, sind diese zum Glück meistens gut behandelbar. In sehr seltenen Einzelfällen kam es aber auch schon zu lebensbedrohlichen Situationen. Dazu muss man aber sagen, dass ein solches Minimalrisiko bei Operationen nie ganz auszuschließen ist, nochzumal, wenn starkes Übergewicht besteht.

Komplikationen allgemeiner Art (die bei jeder Bauchoperation auftreten können):

  • Lungeninfektionen, Lungenprobleme
  • Milz- oder Leberschäden
  • Thrombose
  • Wundheilungsstörungen


Komplikationen im Zusammenhang mit dem Magenband:

  • Magenwandverletzung während der Operation
  • Durchrutschen des Magens durch das Band
  • Magenüberdehnung (wenn der Patient immer wieder versucht mehr zu essen, als der reduzierte Magen aufnehmen kann) mit Gefahr des Kippens und resultierender Blockade der Öffnung
  • Verrutschen des Bandes
  • Migration des Bandes (das Band „wandert“ durch die Magenwandschichten nach innen)
  • Fistelbildung
  • Infektionen
  • Stenose oder Obstruktion (Verengung oder Verschluss)
  • Blutungen
  • Verletzung der Speiseröhre oder des oberen Magens bei der Einführung des Magenbandes
  • Silikon-Unverträglichkeit
  • Beschädigung des hydraulischen Systems zur Verstellung der Bandweite

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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