Was ist ein Magenband und wie wirkt es?

Bei der Magenband-Operation handelt es sich um ein zunehmend verbreitetes Verfahren der gewichtsreduzierenden Chirurgie. Dabei wird eine in ihrer Weite von außen verstellbare Kunststoffmanschette um den oberen Magenanteil gelegt. Das Verfahren kommt vor allem dann in Betracht, wenn bei sehr starkem Übergewicht mit anderen Maßnahmen kein Erfolg erzielt wird.

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Der Eingriff erfolgt üblicherweise endoskopisch (minimalinvasiv). Das weiche Band sorgt für eine Verengung des Magens knapp unterhalb der Speiseröhre und damit für einen funktionellen Vormagen, der sich schnell füllt und die Aufnahme fester Nahrung deutlich einschränkt. Durch Dehnung des gefüllten Magenanteils wird über eine Signalkette das Sättigugsgefühl im Gehirn rascher als sonst herbeigeführt. Da die Speisen viel langsamer in den unteren Teil des Magens gelangen, kann im Rahmen einer Mahlzeit nur noch eine geringere Nahrungsmenge verzehrt werden.

Was ist die Besonderheit beim "schwedischen Magenband"?

Im Gegensatz zu anderen Magenbandtypen kann das schwedische Magenband aufgrund seiner Eigenschaften lebenslang im Körper des Patienten verbleiben.

Ohne Motivation zur Ernährungsumstellung geht es nicht

Trotz dieses recht mechanistischen Vorgehens ist die willentliche Mitwirkung des Betroffenen von entscheidender Bedeutung. Zum einen, um unerwünschte Wirkungen, wie z.B. Erbrechen bei zu reichlicher Nahrungsaufnahme, zu vermeiden. Zum anderen, weil dieser Mechanismus mit hochkalorischer Flüssignahrung bzw. weichen Speisen (z.B. Cola, Milch-Shakes, Bier, Suppe, Eis, Pudding, Schokolade …) ausgehebelt werden kann, wodurch das Hungergefühl unbeeinträchtigt bleibt und der Eingriff in dieser Hinsicht ad absurdum geführt wird.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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