Warum führt wenig Essen oft zu mehr Gewicht?

Viele Menschen, die abnehmen wollen, machen den Fehler, zu Beginn ihrer Diät besonders wenig zu essen. Wer schon mal versucht hat, durch FDH („Friss die Hälfte“) abzunehmen, weiß, dass die Sache einen Haken hat: Der Körper spielt nicht mit.

Der Jo-Jo-Effekt

Der Grund dafür ist, dass der Körper durch die reduzierte Nahrungszufuhr lernen muss, mit weniger Kalorien auszukommen. Die Folge: Unser Körper schaltet auf eine Art Notprogramm um, und der Stoffwechsel läuft auf Sparflamme.

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Beginnt man jedoch nach einer Diät wieder normal zu essen, speichert der Körper alle überflüssigen Kalorien ab, um seine Energiereserven für die nächste Hungersnot wieder aufzubauen. Da sich unser Stoffwechsel nach wie vor im Energiesparmodus befindet, muss man mit einer besonders schnellen Gewichtszunahme rechnen. Dieser Effekt wird auch Jojo-Effekt bezeichnet.

Zudem muss man bedenken: Eine Ernährung, die das Sättigungsgefühl nicht ausreichend befriedigt, hält keiner lange durch. Heißhungerattacken sind vorprogrammiert.

Auf Energiedichte achten

Entscheidend ist nicht, wie viel wir essen, um satt zu werden, sondern was wir essen. Ein Stück Sahnetorte zum Beispiel ist ein Lebensmittel mit hoher Energiedichte. Von einer hohen Energiedichte spricht man ab 2,5 kcal pro Gramm. Das bedeutet: Es hat viele Kalorien, füllt den Magen aber nur schlecht auf. Die Folge: Wir haben zwar viele Kalorien aufgenommen, sind aber schnell wieder hungrig.

Ein Lebensmittel mit geringer Energiedichte – also unter 1,5 kcal pro Gramm – wie zum Beispiel Kartoffeln macht nicht nur satt, da es den Magen besser ausfüllt, sondern auch schlank. Zu den Lebensmitteln mit einer niedrigen Energiedichte zählen u.a.: Gemüse, Salate, Obst, Vollkornprodukte, aber auch mageres Fleisch und fettarme Milchprodukte.

Autorin: Nina Peterz

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