Hilft gutes Schlafen wirklich beim Abnehmen?

Ja. Das liegt am Wachstumshormon. Es wird in unserer Hirnanhangdrüse gebildet und vor allem während der Tiefschlafphasen in der Nacht ausgeschüttet.

Das Wachstumshormon ist nicht nur für Wachstumsprozesse unseres Organismus unentbehrlich und an der Muskelregeneration und Knochenstärkung entscheidend beteiligt. Es reguliert unter anderem auch den Fettstoffwechsel – und das in positivem Sinne.

Wachstumshormon ist ein Fettvernichter und vor allem nachts aktiv

Das Wachstumshormon beeinflusst beispielsweise die Fettverteilung, insbesondere den Fettabbau im Bauchbereich. Außerdem sorgt es für die Ausbalancierung der Cholesterinwerte im Blut zugunsten eines ausgeglichenen Fettstoffwechsels.

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Auch die normale Gehirnfunktion, über die wir meistens nur  wenig nachdenken, profitiert von den Wirkungen des Wachstumshormons. Spürbar wird das freilich nur bei einem Mangel: der führt zu Müdigkeit, verminderter Kraft und Ausdauer und fördert depressive Erscheinungen.

Unterm Strich bleiben verschiedene Ansätze, die einen positiven Einfluss des Wachstums und damit des Schlafens auf die Gewichtsentwicklung erklären.

Abnehmen im Schlaf? Fast ...

Ein „Abnehmen im Schlaf“ ist damit zwar nicht garantiert. Eine gute Beihilfe beim Loswerden überflüssiger Pfunde durch ausreichenden Schlaf aber schon.

Und umgekehrt: Schlafmangel kann dick machen. Das ist durch zahlreiche Studien belegt und gilt auch bei gleicher Kalorienaufnahme tagsüber. Denn die nächtlichen Regenerationsprozesse können mitunter mehr Energie verbrauchen, als durch ein leichtes Abendessen zugeführt wurde.

Schlussendlich sollte auch ein weiterer Vorteil einer ausgedehnten Nachtruhe nicht unter den Tisch fallen: Während wir schlafen, können wir weder etwas essen noch daran denken. Höchstens davon träumen ...

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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