Warum ist bei einer Diät ein gutes Frühstück besser als ein gutes Abendessen?

Weil die mit dem Frühstück aufgenommenen Kalorien vom Körper besser verarbeitet werden als die des Abendessens. Etwas vereinfacht kann man sagen, dass ein gutes Frühstück eher in Energie umgewandelt wird, ein gutes Abendessen hingegen eher in Fett.

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Zu dieser Schlussfolgerung kommt zumindest eine israelische Forschergruppe, die dieser Frage unlängst nachgegangen ist. Prof. Daniela Jakubowicz und ihre Kollegen untersuchten den Effekt des Frühstücks und des Abendessens bei knapp 100 übergewichtigen Frauen. Alle Teilnehmerinnen machten eine Diät, bei der pro Tag maximal 1.400 Kilokalorien erlaubt waren. Die eine Hälfte der Frauen nahm dabei die Hauptmenge der Kalorien mit dem Frühstück zu sich (Gruppe 1). Mit 700 Kilokalorien inklusive süßen Beilagen fiel das durchaus üppig aus. Die andere Hälfte der Frauen (Gruppe 2) nahm nur ein sehr spartanisches Frühstück zu sich und durfte dafür abends mehr essen.

Doppelt so viel Gewicht verloren mit Frühstücks-Diät

Der Unterschied nach der 12wöchigen Diät war enorm. Die Frühstücksgruppe nahm im Schnitt fast 9 Kilo ab, die Gruppe 2 mit dem üppigeren Abendessen dagegen nur knapp 4 Kilo. Neben der offenbar besseren Verwertung der morgendlichen Mahlzeit erklären die israelischen Wissenschaftler den großen Unterschied auch mit dem appetitanregenden Hormon Ghrelin. In der Gruppe 1 (die Frühstücks-Frauen) war der Blutspiegel dieses Hormons tagsüber nämlich deutlich niedriger als bei den Teilnehmerinnen der Gruppe 2.

Auch wenn die Erkenntnis "Zum Abnehmen lieber morgens mehr als abends mehr essen" nicht wirklich neu ist, so gibt es jetzt zumindest eine weitere schlüssige Erklärung, warum das so ist.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Quelle: Das Fachjournal Obesitiy, Ausgabe Juli 2013; DOI: 10.1002/oby.20460

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