Schokolade macht nicht dick – im Gegenteil

Eine ganze Reihe von Ernährungsmythen sind in den letzten Jahren als unsinnig enttarnt worden sind. Auch Schokolade wurde so zum Gesundheits-Snack, weil sie positiv auf den Blutdruck, das Insulin und das Cholesterin wirken soll. Nun bringen US-amerikanische Wissenschaftler ein weiteres Vorurteil zu Fall: Schokolade macht nicht dick, Schokolade kann sogar schlank machen.

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Schokoladeliebhaber im Schnitt schlanker

Eigentlich hört sich das logisch an: Schokolade besteht aus viel Zucker und Fett – also muss sie dick machen. Doch Untersuchungen an der Universität von Kalifornien räumen mit diesem Vorurteil nun auf. Denn Schokolade ist mehr als Zucker und Fett. Vor allem reichlich Kakao in der Schokolade entfaltet gesundheitsfördernde Wirkungen, in dem er den Stoffwechsel antreibt.

Bei der Studie wurden rund 1.000 Frauen und Männer im Alter von 20 bis 85 Jahren nach ihren Ernährungsgewohnheiten und der körperlichen Bewegung befragt. Pro Woche trainierten die Personen im Durchschnitt 3,6mal, Schokoladenliebhaber nicht mehr als Schokoladenabstinenzler. Es stellte sich heraus, dass diejenigen, die mehrfach in der Woche Schokolade genossen, einen niedrigeren Body Mass Index (BMI, ein medizinisches Maß für das Körpergewicht) aufwiesen, als diejenigen, die kaum Schokolade gegessen hatten. Und das, obwohl die sonstige Ernährung keine Unterschiede aufwies. Erstaunlich: Die Menge Schokolade, die pro Portion verzehrt wurde, hatte keinen Einfluss auf den BMI.

Trotzdem nicht übertreiben

Die Forscher sagen jetzt, dass Schokolade offensichtlich mehr ausmacht als die reine Zahl der Kalorien. Die Kombination der Inhaltsstoffe scheint den dickmachenden Effekt mehr als auszugleichen.

Also so viel Schokolade essen, wie möglich? Obwohl sich die Menge der Schokolade anscheinend nicht auf das Körpergewicht auswirkt, bleiben die Wissenschaftler vorsichtig. Sie wollen die Ergebnisse ihrer Studie nicht als Vorwand für einen ungehemmten Schokoladenkonsum sehen. Sie plädieren für einen “mäßigen Verzehr”.

WANC 27.03.2012
Quelle: Arch Intern Med. 2012;172(6):519-521. doi:10.1001/archinternmed.2011.2100

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