Übergewicht: Es gibt "gutartige" und "gefährliche" Formen

Übergewicht ist nicht gleich Übergewicht. Zumindest in Bezug auf die Erkrankungen, die aufgrund überschüssiger Pfunde entstehen können, gibt es große Unterschiede. Ärzte der Universitätsklinik Tübingen unterscheiden daher zwischen einer gutartigen und einer gefährlichen Form, die auch unterschiedlich behandelt werden müssen.

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25% haben die "gute" Form

Menschen mit Übergewicht haben ein deutlich erhöhtes Risiko, Probleme mit den Gefäßen und dem Herzen zu bekommen. Und auch die Gefahr, die Zuckerkrankheit Diabetes zu entwickeln, nimmt mit jedem Kilo zuviel zu. Dachte man zumindest bisher immer. Denn nun zeigen die Untersuchungen der Tübinger Forscher, dass das nur für eine bestimmte Form von Übergewicht gilt.

Bei 25% aller Dicken handelt es sich demnach um eine "gutartige" Form der Fettleibigkeit. Eine Insulinresistenz, die Vorstufe eines Diabetes, tritt bei ihnen nicht öfter auf als bei Gesunden. Entsprechend profitieren sie auch weniger von einem intensiven Ernährungs- und Fitnessprogramm. Die Mehrheit der Übergewichtigen hat hingegen die "gefährliche" Variante, und diese 75% profitieren deutlich von fettärmerer Ernährung und reichlich Bewegung.

Und woher weiß man nun, ob man zu den "gesunden" oder "gefährdeten" Dicken gehört? Offenbar gibt es zwei Indizien, die besonders klar auf die gefährliche Variante hindeuten: Eine Fettverteilung vor allem um den Bauch herum und der Zusatzbefund einer Fettleber.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 08.07.2011
Quelle: Medizinische Universitätsklinik Tübingen, The Lancet

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