Betablocker gegen Stress

Dass sich bei Stress bestimmte Verhaltensmuster einstellen, dafür sorgt der Botenstoff Noradrenalin. Wissenschaftler der Universität Bochum haben nun herausgefunden, dass sich dieser Effekt mit Betablockern eindämmen lässt.

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Noradrenalin ist ein sogenannter Neurotransmitter, der seine Botschaft an einzelne Nerven weitergibt. In der Intensivmedizin wird Noradrenalin zur Behandlung von Schockzuständen eingesetzt.

Bei einer Herzschwäche finden sich im Blut der Patienten stark erhöhte Werte von Noradrenalin. Das führt zu einer Erhöhung des Blutdrucks. Mit Betablockern wiederum wird auch ein Bluthochdruck behandelt.

Bei Stressgeplagten können Betablocker ersten Untersuchungen zufolge dafür sorgen, die negativen Folgen abzuwenden. Nach Einschätzung der Bochumer Wissenschaftler sind diese Erkenntnisse auch bei Abhängigkeitserkrankungen von Bedeutung, da Stress hier als zentraler Risikofaktor gilt.

Autor: Christian Sachse, 23.11.2011
Quelle: Journal of Neuroscience, doi: 10.1523/JNEUROSCI.3304-11.2011