Auf welche Weise erhöht Vitamin B5 die Widerstandsfähigkeit gegen Belastungen?

Schon seit langem gibt es Hinweise, dass Vitamine der B-Gruppe, allen voran das Vitamin B5 (Pantothensäure), den Körper widerstandsfähiger gegenüber Stress- und Belastungssituationen machen. So ist zum Beispiel bekannt, dass bei einem Mangel an diesen Vitaminen die Leistungsfähigkeit sinkt und das Risiko für Überlastungssymptome steigt.

Etwas vereinfacht wird dieser Effekt meistens damit erklärt, dass Vitamin B5 den Energie- und Nervenstoffwechsel stärkt. Das stimmt zwar, ist aber natürlich bei genauerer Betrachtung viel komplizierter.

Wie man heute weiß, spielt bei der "Stress-Abwehr" das sogenannte Coenzym A eine Hauptrolle. Und das kann der Körper nur produzieren, wenn er ausreichend Vitamin B5 zur Verfügung hat.

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Das Coenzym A ist im körperlichen Stoffwechsel ein Tausendsassa. Es gibt fast nichs, woran diese Substanz nicht irgendwie beteiligt wäre. Allerdings gibt es bei den zahlreichen biochemischen Reaktionen, bei denen Coenzym A seine Hände im Spiel hat, einen gemeinsamen Nenner: In der Regel dient das CoA, wie es auch oft genannt wird, dazu, den Aktivierungsgrad chemischer Reaktionen im Fett- und Zuckerstoffwechsel zu erhöhen. Wie das genau funktioniert, soll hier unsere Sorge nicht sein, aber Tatsache ist: Durch Coenzym A werden die Stoffwechsel-Reaktionen im Körper schneller. Und ohne das Coenzym läuft alles etwas langsamer ab.

Daraus wird klar, warum Coenzym A die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress erhöht. Wenn man hohen Belastungen ausgesetzt ist, muss der Körper darauf reagieren und mehr Energie bereit stellen. Zum Beispiel Fette oder Zucker rascher verstoffwechseln und in Form von Energiebausteinen zur Verfügung stellen. Oder bei seelischem Stress den Nervenstoffwechsel aktivieren und mit Nachschub versorgen. All das geht schneller und effektiver, wenn reichlich Coenzym A vorhanden ist.

Und jetzt schließt sich der Kreis: Coenzym A wird aus Pantothensäure gebildet – aus Vitamin B5.

Der Begriff Coenzym ist übrigens wörtlich zu nehmen. Ko-Enzyme sind Substanzen, die Enzyme unterstützen. Die Helfershelfer, ohne die nichts geht.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn