Burnout und Stress – Welche Pflanzenstoffe helfen?

Die Begriffe Burnout und Stress sind in der heutigen Zeit jedem bekannt und allgegenwärtig. Sie sind ein Synonym für den im Ergebnis sowohl körperlichen als auch mentalen Erschöpfungszustand. Der bildet sich im ungünstigsten beziehungsweise schlimmsten Fall zu einer medizinischen und insofern behandlungsnotwendigen Krankheit aus. Während mit dem Stress die stark erhöhte physische sowie psychische Belastung bezeichnet wird, ist das Burnout gleichbedeutend mit dem Ende der Leistungsfähigkeit. Der anhaltende Erschöpfungszustand führt, abgesehen von einem dauerhaften Leistungsabfall, zu chronischer Ermüdung bis hin zu körperlichen Beschwerden. Körper und Geist wollen einfach nicht mehr.

Überlastungs- und Stresszustände sind deshalb so problematisch für den Körper, weil die Blutkonzentration des Stresshormons Cortisol gefährlich stark steigt – und das bei Menschen mit viel Stress auch im Ruhezustand. Erhöhtes Cortisol hemmt die Entstehung neuer Neuronen im Gehirn. Folgen können neben Depressionen, einem erhöhten Blutdruck und einem gestörten Zucker- und Fettstoffwechsel schwerwiegende Schäden im Gehirn sein: Der Hippocampus schrumpft und eine Demenz kann entstehen.

Aber nun zur guten Nachricht: Die moderne Wissenschaft kann viele kleine Durchbrüche bei der Forschung zu Mikronährstoffen und deren Wirkung auf das Gehirn verzeichnen. Die aktuelle weltweite Studienlage macht deutlich, wie positiv sich bestimmte Pflanzenstoffe auf das Wohlbefinden und die Gesundheit von gestressten Menschen sowie Burnout-Patienten auswirken. 
Bestimmte Pflanzenstoffe schaffen es in ihrer Kombination die Nervenzellen zu schützen und die hippocampale Neurogenese ankurbeln. Somit können Stress und Burnout, Depressionen, Antriebslosigkeit und Konzentrations- und Gedächtnisprobleme effektiv gelindert werden – und das ganz ohne Nebenwirkungen.

Für eine insgesamt ausgeglichene Work-Life-Balance sind Mikronährstoffe als natürliche Unterstützung für das Nervensystem nicht nur hilfreich, sondern geradezu unentbehrlich. Welche sind das?

  • Kurkuma
    Die Kurkuma-Wurzel, alternativ auch Gelber Ingwer oder Gelbwurz genannt, entwickelt eine stark entzündungshemmende Wirkung. Sie hat ihre Heimat in Südasien und zwar vorzugsweise in Indien. Dort ist Kurkuma seit jeher als Heilmittel so bekannt wie gefragt. Mittlerweile hat auch die westliche Medizin die positiven Effekte der orangenen Wurzel erkannt. So wird die Kurkuma in der heutigen Zeit zur Krebsbehandlung sowie zur Reduktion von Cholesterin verwendet. Durch die Stärkung der Nervenzellen wirkt sich der Pflanzenstoff auch positiv auf die kognitiven Fähigkeiten sowie auf den Energiehaushalt aus. Das belegen neuere Studien der Universitäten Frankfurt am Main und Stuttgart-Hohenheim.
  • Piperin
    Der pflanzliche Wirkstoff Piperin ist unter anderem in dem vielgenutzten Schwarzen Pfeffer enthalten. Im Zusammenwirken mit der Kurkuma wird deren Aufnahme in den Körperzellen spürbar gesteigert. Darüber hinaus zeigen Forschungsergebnisse aus Thailand, dass Piperin die Erinnerungsfähigkeit positiv beeinflusst; das wiederum wirkt sich leistungssteigernd auf die Gehirntätigkeit als solche aus.
  • EGCG aus dem Grüntee
    Diese Abkürzung steht für den Wirkstoff Epigallocatechin-3-Gallat, der im Grüntee enthalten ist. Das Tau-Protein oder Tau-Eiweiß ist eine der nachgewiesenen Krankheitsursachen für die neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz. Je weniger dieser Eiweiße im Körper sind, umso gesünder ist der Gesamtzustand. EGCG trägt dazu bei, diese anormalen Tau-Eiweiße zu eliminieren, indem ihre Ablagerung in den Körperzellen reduziert. So spendet EGCG nicht nur kurzfristig Energie, sondern schützt die Gehirnzellen nachhaltig.
  • Süßholzwurzel
    Echtes Süßholz, eher bekannt als Süßholzwurzel, ist eine Pflanzenart der Schmetterlingsblütler. Die aus der Süßholzwurzel gewonnene Substanz wird zur Herstellung von Lakritz verwendet. Das Echte Süßholz enthält Stoffe, die sich entzündungshemmend auf die Atemwege, auf Geschwüre, Darm und Magen auswirken. Darüber hinaus hat der Pflanzenstoff eine positive Wirkung auf das Gedächtnis. Das Extrakt der Süßholzwurzel werden in der Nahrungsergänzung verarbeitet und damit auf eine ebenso bekömmliche wie wirksame Weise aufgenommen. Das Süßholz wurde im Jahr 2012 als "Arzneipflanze des Jahres" ausgezeichnet. Verliehen wird diese Auszeichnung an solche Heilpflanzen, deren Heilwirkung auch tatsächlich erwiesen bis nachgewiesen ist.
  • Vitamin B
    Mit Vitamin B wird eine Vitamingruppe bezeichnet, in der insgesamt acht Vitamine zusammengefasst sind. Jedes von ihnen enthält seine eigenen und insofern unterschiedlichen Substanzen. Zu den bekannten Vitaminen gehören das B2, B3, B12 und das Vitamin B13. Ein dauerhafter B12-Mangel kann zu schweren bis irreversiblen Schäden von Gehirn und Nervensystem führen. Das lässt sich durch eine B12-haltige Ernährung vermeiden. B12 ist das einzige wasserlösliche Vitamin, das vom Körper über mehrere Jahre hinweg gespeichert werden kann, und zwar vorwiegend in der Leber. Bewirkt werden mit dem Vitamin B12 die Aufnahme von Folsäure in die roten Blutkörperchen sowie der Aufbau von Nervenzellen im Rückenmark.
  • Omega-3
    Die Omega-3-Fettsäuren sind eine eigene Untergruppe der ungesättigten Verbindungen. Omega-3 wirkt im gesamten Körper entzündungshemmend; darüber hinaus werden, wie es genannte wird, die freien Radikalen in Schach gehalten. Omega-3 fördert die Kommunikation zwischen den Zellen des gesamten Nervensystems und sorgt für viel Fitness unter den Nerven. In Praxistests an Probanden wurden festgestellt, dass Denkfähigkeit und Gedächtnisleistung in einen direkten Zusammenhang mit der Höhe beziehungsweise Güte des Omega-3-Spiegels gebracht werden können. Daraus lässt sich im Umkehrschluss folgern, welch negative Auswirkungen zu wenig Omega-3 im Körper auf Burnout-Symptome haben kann.
  • Hopfen
    Es ist keine Mähr, sondern eine mittlerweile durch Studien belegte Weisheit, dass Hopfen und somit der Biergenuss in Maßen stressschützend auf die Nervenzellen wirkt. Genau bezeichnet handelt es sich dabei um die Hopfensubstanz Xanthohumol. Abgesehen von dem Nervenschutz wird durch Hopfen die Freisetzung von Glutamat als einem Neurotransmitter eingeschränkt. Um Xanthohumol über die Pflanzenart Echter Hopfen zu sich zu nehmen, muss nicht zwangsläufig Bier getrunken werden. Xanthohumol bzw. Hopfenblütenextrakt ist heutzutage auch als extrahiertes Präparat erhältlich, was insofern sinnvoller ist als das Nahrungsmittel Hopfen selbst. Im Übrigen zeigen neue Studien, dass Xanthohumol einen durchaus positiven Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten haben kann, also auf das Denken, Erkennen und Wahrnehmen.
  • Weihrauch
    Der Weihrauch wird nicht nur für sakrale Zwecke genutzt, sondern er ist schon seit dem Altertum ein bewährtes Mittel in Medizin und Heilkunde. Seit jeher wird das Harz der Weihrauchpflanze zur Wundlinderung sowie zur Entzündungsbehandlung verwendet. Verlässliche Ergebnisse aus Untersuchungen zeigen, dass sich mit Weihrauch die schädlichen Tau-Eiweiße deutlich reduzieren lassen. Die Ablagerungen dieser Eiweiße gelten als typischer Anlass für Burnout- oder für Demenz-Erkrankungen. In beiden Fällen wird die geistige Leistungsfähigkeit mit Denk- und Erinnerungsvermögen stark beeinträchtigt. Außerdem hat Weihrauch stimmungsaufhellende Effekte, sodass es in modernen Mikrotherapieansätzen bei Depressionen eingesetzt wird.
  • Q10-Coenzym
    Zu den entzündungshemmenden Stoffen gehört das Q10-Coenzym. Es kann als ein Enzymhelfer bezeichnet werden, was durch die Bezeichnung „Co….“ deutlich wird. Q10 ist ein Protonen- und Elektronen-Überträger im menschlichen Körper. Enthalten ist Q10 in Pflanzenölen sowie in vielfältigen Nahrungsmitteln des Alltags; von organischem Fleisch wie Leber über öligen Fisch wie Sardine bis hin zu Nüssen, Hülsenfrüchten und Kernen oder zu den gängigen Gartengemüsen. Ubichinon-10 respektive Q10 wurde Ende der 1950er-Jahre entdeckt. Hergestellt wird das Q10-Coenzym durch Fermentation von Hefen und von Bakterien sowie durch chemische Synthese.
  • Resveratrol/ Ptreostilben
    In unterschiedlichen Studien wurden positive Auswirkungen auf die Verhinderung der Krebszellenbildung festgehalten, ebenso wie ein positiver Effekt dieser Substanz auf Arteriosklerose, auf Gehirn sowie auf Herzerkrankungen. Enthalten ist Resveratrol und Pterostilben in zahlreichen Pflanzen sowie pflanzlichen Lebensmitteln. Zu denen gehören rote Trauben mit ihrer Fruchthaut, Himbeeren, Pflaumen oder Heidelbeeren. Dem Resveratrol ist es zu verdanken, dass der mäßige Genuss von Rotwein als ausgesprochen gesund gilt. Immerhin sind die weißen, roten oder dunklen Trauben der Getränkebestandteil. Übereinstimmende Meinung herrscht darin, dass Resveratrol über Immunvorgänge die Widerstandskraft des Gehirns gegen die Ablagerung giftiger Eiweiße stärkt.

Fazit

Als Resümee zu diesem Thema, dass sich seiner Aktualität wegen kaum eingrenzen und abschließend behandeln lässt, bleiben die vielfältigen positiven Auswirkungen und Einflüsse von Pflanzenstoffen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen festzuhalten.

Spannend ist, dass die beschriebenen Pflanzenstoffe eine vielfach stärkere Wirkung haben, wenn sie in Kombination eingenommen werden. Die einzelnen Komponenten unterstützen sich sozusagen gegenseitig. Fachleute empfehlen oft ein neues und sehr komplexes Präparat namens neurofelixir (mehr Informationen finden Sie hier), das über 20 der wichtigsten Naturstoffe für das Gehirn vereint. Darin sind viele der genannten Stoffe enthalten. Diese entfalten die oben beschriebenen positiven Effekte auf die Nervenzellen des Gehirns. Das Präparat wurde von Experten aus der Neurologie und Stammzellbiologie entwickelt. So basiert es auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und stimmt auch uns optimistisch, dass es sehr effektive alternative Möglichkeiten gibt, Überlastung und Stress zu mildern und damit einem Burnout sowie einer Demenz vorzubeugen.

Neben der Linderung von Stress und Erschöpfung haben die pflanzlichen Wirkstoffe eine ganze Reihe weiterer gesundheitsfördernde Effekte, die in der chinesischen und ayurvedischen Medizin schon lange geschätzt werden. Der aktuelle westliche Forschungsstand zeigt, dass sich Polyphenole nicht nur positiv auf das Gehirn, sondern auch auf das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem und den Energiehaushalt des Körpers auswirken.

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