Was ist eine Kniegelenks-Orthese?

Eine Orthese ist eine verstellbare Schiene. Am Knie sieht sie von außen mitunter wie eine Bandage aus, die je nach Produktart etwa von der Mitte des Oberschenkels bis zur Mitte des Unterschenkels verläuft. Innerhalb dieser Bandage befinden sich aber stabile Schienen, die man verstellen kann. Oft besteht die Orthese aber auch nur aus mehreren miteinander verbundenen Bandage-Gurten, wobei das Knie selbst vorne frei bleibt.

Zu starke Beugung wird verhindert

Der wesentliche Zweck einer Kniegelenks-Orthese ist die Stabilisierung des Gelenks, und zwar so, dass man das Knie nicht über eine bestimmte Grenze hinaus beugen kann. Damit wird zum Beispiel nach einer Kreuzbandriss-Operation oder auch einem größeren Meniskus-Eingriff das Kniegelenk daran gehindert, sich in den frisch operierten Bereich hinein zu bewegen. Wenn man eine solche Kniegelenks-Orthese trägt, muss man mit Krücken laufen, um das Bein beim Gehen maximal zu entlasten. Nach einer ausgedehnteren Meniskus-Operation muss eine solche Orthese in der Regel sechs Wochen lang getragen werden.

Es gibt im Handel zahllose verschiedene Kniegelenks-Orthesen. Sie unterscheiden sich unter anderem in ihren Stabilisierungselementen, in der Luftdurchlässigkeit und der Feuchtigkeitsbildung sowie in der Polsterung. Manche dieser Orthesen sind so konstruiert, dass sich ihre Beweglichkeit bzw. der Bewegungsspielraum auf die individuelle Drehachse des Knies einstellt. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Orthopäden über das für Sie am besten geeignete Produkt.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Anzeigen