Hat man bei einem Bänderriss im oberen Sprunggelenk Schmerzen?

Ja. Die Schmerzen folgen prompt auf den Unfall, meist ein Umknicken des Fußes nach innen. Vor allem Druck auf die entsprechende Stelle tut weh.

Bänderrisse im oberen Sprunggelenk gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. Insbesondere Ballsportarten wie Volleyball, Basketball und Fußball prädestinieren für solche Bandverletzungen.

Auf den Knick folgt der Schmerz

Wenn der Fuß nach innen umknickt, werden die Außenbänder belastet, die das Wadenbein mit dem Sprung- und dem Fersenbein verbinden. Geht die Dehnung über das übliche Maß hinaus, werden die Bänder gezerrt oder zerreißen sogar.

Das spürt man. Unmittelbar nach dem Umknicken kommt der Schmerz, verbunden mit einer sichtbaren Schwellung unter dem betroffenen Knöchel und einer Verfärbung infolge des zunehmenden Blutergusses. Die Untersuchung ist nicht gerade angenehm, da jeder Druck auf die Außenbänder schmerzt. Um beurteilen zu können, ob die Bänder tatsächlich gerissen sind, muss der Arzt den Fuß jedoch gründlich untersuchen und bewegen. Dabei tastet er nicht nur den Außenknöchel ab, sondern auch den Innenknöchel, den Verlauf sämtlicher Bänder sowie die gesamte Region um das Sprunggelenk.

Mit verschiedenen Tests zur richtigen Diagnose

Die Bandstabilität wird er zum Vergleich auf beiden Seiten testen. Nette Namen wie eine vermehrte Aufklappbarkeit oder der Schubladentest bringen ihn der Diagnose näher. Außerdem wird er Sie genau nach dem Unfallmechanismus befragen und wissen wollen, ob Sie schon einmal eine Bänderverletzung hatten. Um eine Fraktur oder eine knöcherne Verletzung auszuschließen, wird er zudem eine Röntgenaufnahme veranlassen.

Gegen die Schmerzen kann er Ihnen einen lokale Salbe verschreiben, die darüber hinaus abschwellend wirkt. Außerdem können Sie bei Bedarf Schmerztabletten einnehmen, die auch eine entzündungshemmende Wirkung haben.

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

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