Sportverletzungen: Meniskusriss

Woran erkennt man einen Meniskusriss? Ist dann immer eine Operation notwendig? Alles Wissenswerte zum Meniskusriss in diesem Kapitel.

Welche Sportarten belasten den Meniskus besonders?

Verletzungen des Meniskus entstehen entweder durch akute Überdrehungen des Knies oder aber durch langjährigen, allmählichen Verschleiß. Degenerativ bedingte Meniskusschäden sind dabei oft auch beruflich bedingt. Vor allem, wer viel in die Hocke muss, ist auf Dauer gefährdet. Fliesenleger zum Beispiel.

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Welche Symptome verursacht ein Meniskusriss?

Um es gleich vorweg zu sagen: Nicht jede Verletzung oder Schädigung am Meniskus ist ein Riss. Es gibt auch zahlreiche schmerzhafte Reizungen oder Teilschädigungen, bei denen sich der Meniskus durchaus unangenehm zu Wort meldet, ohne gerissen zu sein. Der wirkliche Meniskusriss aber verursacht in der Regel recht heftige Beschwerden. Zumindest dann, wenn er plötzlich, also als Unfall entsteht.

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Wie kann der Arzt einen Meniskusschaden feststellen?

Allein anhand der berichteten subjektiven Beschwerden und mit der manuellen Untersuchung des Knies lässt sich in der Regel die "Verdachtsdiagnose Meniskusschaden" schon recht sicher stellen. Aus der Entstehungsgeschichte (plötzlich einsetzender Schmerz beim Sport?) kann man außerdem ableiten, ob es sich eher um einen Verschleißschaden oder einen akuten Meniskusriss handelt.

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Was bringt eine Gelenkspiegelung bei Meniskusschaden oder Meniskusriss?

Bei der Arthroskopie (von griechisch arthros = Gelenk und skopein = schauen) oder Gelenkspiegelung handelt es sich um eine Untersuchungsmethode, die es ermöglicht, in das Gelenkinnere hineinzuschauen.

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Ist eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) sehr schmerzhaft?

Nein. Der Eingriff erfolgt entweder unter Vollnarkose oder unter örtlicher Betäubung (sog. Lokalanästhesie). Das heißt, sobald die Anästhesie wirkt, spürt man keine Schmerzen mehr und der Arzt kann mit der Arthroskopie beginnen.

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Wann kann man nach einer Meniskus-OP das Bein wieder voll belasten?

Das hängt entscheidend von der Art der Verletzung und der Art der Operation ab. Wurde zum Beispiel nur ein kleiner Teil des Meniskus entfernt, kann man meist schon am Tag des Eingriffs wieder nach Hause und braucht auch keine Schiene, oft nicht einmal Krücken. In dem Fall kann man schon nach rund zwei Wochen wieder Sport treiben.

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Meniskusriss: Wie lange dauert es, bis man wieder Sport treiben kann?

Das kommt darauf an: In unkomplizierten Fällen kann schon 2-3 Wochen nach der OP wieder leichter Sport betrieben werden, 6-8 Wochen danach kann das Knie meist auch wieder stark belastet werden. In komplizierteren Fällen hingegen kann es sein, dass man nie wieder in gleicher Weise Sport treiben kann wie zuvor. Wohlgemerkt: Wir sprechen hier von Normalsterblichen, nicht von Hochleistungssportlern. Bei denen geht alles etwas schneller.

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Wovon hängt es ab, ob ein gerissener Meniskus entfernt werden muss oder nur genäht?

Von der Stelle, an der sich der Riss befindet. Um so näher der Riss am äußeren Rand des Meniskus liegt, um so besser. Denn dort ist der Meniskus noch relativ gut durchblutet, so dass nach einer Naht oder einer sogenannten Klammerung gute Chancen auf eine Ausheilung bestehen.

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Kann ein Meniskusriss auch ohne Operation (konservativ) behandelt werden?

In manchen Fällen ja. Das hängt u.a. von der Schwere der Verletzung und den Beschwerden der Betroffenen ab.

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Wie lange ist man nach einer Meniskus-Operation arbeitsunfähig?

Das hängt vom Ausmaß der Operation ab. Und auch von der Art der Berufstätigkeit. Wurde nur eine sogenannte Teilresektion vorgenommen (nur ein kleiner Teil des Meniskus entfernt), kann man als Schreibtischtäter schon nach etwa einer Woche wieder zur Arbeit gehen.

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Was passiert, wenn der Meniskus fehlt?

Ohne Meniskus kann man zwar zunächst schmerzfrei weiterleben. Auf Dauer aber kann das Fehlen des kleinen Stoßdämpfers zum Problem werden. Es fehlt ja dann praktisch die Abfederung im Knie und die Gelenkflächen reiben mehr oder minder direkt aufeinander. Das führt auf Dauer zu einer Arthrose.

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Kann ein Meniskus wieder nachwachsen?

Nein. Deswegen gilt bei Meniskus-Operationen die Grundregel: "So wenig Meniskus entnehmen wie möglich". Denn oft muss ja bei einem Meniskusriss gar nicht der komplette Meniskus entnommen werden, sondern nur ein Teil. In 10-15% der Fälle kann man einen Meniskusriss sogar so reparieren, dass man ganz ohne Gewebeentfernung auskommt. Allerdings gelingt das, wenn überhaupt, dann eher bei jungen Menschen.

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Kann man einen Meniskus auch künstlich ersetzen?

Ja, durch eine Transplantation. Ähnlich wie bei anderen Transplantationen ist das aber nur möglich, wenn ein geeignetes Transplantat, in diesem Fall ein Spender-Meniskus zur Verfügung steht. Dafür gibt es eigene Gewebebanken, die aber ähnlich wie bei Herzen oder Nieren Wartelisten haben. Ihr behandelnder Arzt kann Sie bei Bedarf mit weiteren Informationen versorgen.

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