Joggen: Auch bei Langstrecken normalerweise kein Problem für die Gelenke

Joggen geht auf die Knie. Vor allem Langstreckenläufe können die Gelenke schädigen. Diese Aussagen geistern immer wieder durch Zeitschriften, Fernsehstudios und auch durch Arztpraxen. Eine österreichische Studie widerspricht dem nun vehement.

In der Studie wurden Marathonläufer über mehrere Jahre beobachtet und deren Kniegelenke mittels Magnetresonanztomographie (MRT) regelmäßig untersucht. Obwohl die Freizeitsportler über einen Zeitraum von zehn Jahren teilweise bis zu 40.000 Kilometer joggend zurückgelegt hatten, zeigten die Kniegelenke keinerlei Abnutzungsspuren, berichtet der Studienleiter und Radiologe Dr. Wolfang Krampla aus Wien. Offenbar passt sich der Körper den höheren Belastungen erfolgreich an. Nicht nur die Muskeln wachsen, auch die Knochendichte nimmt zu, so Krampla.

Nur übertreiben darf man es nicht. Wer nach längerer Auszeit gleich an die obere Grenze der Laufleistung geht, gefährdet seine Gelenke sehr wohl. Aber das wissen die meisten Freizeitsportler auch ohne ärztlichen Rat.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn
Quelle: Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

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