Aloe vera beim Reizdarmsyndrom: Studien zeigen erstaunliche Effekte

Das Reizdarmsyndrom kann sich in verschiedener Weise äußern: Druckgefühl im Unterbauch, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. All das kann zu erheblichen Einschränkungen im Alltag und in der Lebensqualität führen.

Reizdarm: trotz massiver Beschwerden oft nicht ernst genommen

Hinzu kommt, dass sich eine Diagnose des Reizdarmsyndroms oft schwierig gestaltet, da keine klaren organischen Ursachen auszumachen sind. Das Blutbild ist normal, eine Magen- oder Darmspiegelung zeigt ebenfalls keine Auffälligkeiten. Viele Betroffene fühlen sich nicht ernst genommen oder sind auf sich alleine gestellt, wenn es darum geht, herauszufinden, was ihnen ernährungstechnisch hilft. Schulmedizinische Therapien sind oft nicht effektiv. Andere Medikamente stehen im Verdacht, die Leber zu schädigen.

Einen Einfluss auf die Symptomatik kann die Ernährung und die Art zu essen haben. Vielen hilft es, mehrmals am Tag kleine und leichte Portionen zu essen, dafür auf fettreiche, scharfe und schwere Speisen sowie auf Kaffee und Alkohol zu verzichten. Hierzu muss allerdings angemerkt werden, dass das Reizdarm-Syndrom von Person zu Person sehr unterschiedlich ist und pauschale Ernährungstipps somit wenig hilfreich sind.

Studie über Wirkung von Aloe auf den Darm

Dennoch gibt es Hoffnung: Neue Studien zeigen, dass Extrakte der Heilpflanze Aloe vera die Beschwerden signifikant und nachhaltig lindern können. Zwar ist Aloe vera eine in der Naturmedizin seit Urzeiten bekannte Heilpflanze, dass sie aber einen derartigen Effekt im Darm auslösen kann, ist neu.

Sie wundern sich? Und denken bei dieser Pflanze möglicherweise vielmehr an Kosmetikprodukte, an feuchtigkeitsspendende Creme oder kühlendes Gel? Richtig: Aloe vera lindert Sonnenbrand, fördert die Wundheilung und pflegt die Haut. Aber das Extrakt der Pflanze ist nicht nur äußerlich wirksam, sondern auch innerlich. Und es gibt Belege dafür, dass Aloe vera wohltuende und heilende Effekt auf den Magen-Darm-Trakt hat.

Aloe bewahrt den Darm vor schädlichen Angreifern

Zunächst einmal steht fest: Aloe vera hat allerlei gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Untersuchungen haben ergeben, dass das Extrakt der Aloe die körpereigene Abwehr stärkt. (Im et al. 2010) Außerdem soll es antioxidativ wirken, also freie Radikale abfangen. Zur Erklärung: Freie Radikale werden für eine Vielzahl von Erkrankungen mitverantwortlich gemacht. Abgesehen davon lassen uns die Radikale offenbar schneller altern.

Ein gewisses Maß an ungebundenen Radikalen ist völlig normal und gehört zum (gesunden) Leben dazu. Wenn dem Körper jedoch zu viele dieser aggressiven Molekül-Teilchen zugemutet werden, leiden Gewebe und Organe. Indem die Aloe nun als Radikal-Jäger unterwegs ist, bewahrt sie den Darm also in gewisser Weise vor Schäden.

Auch Untersuchungen sprechen für antioxidative Effekte

Bestätigt wurden die antioxidativen Eigenschaften der Aloe in Laborversuchen. Dabei ging es darum, die Wirkungen auf entzündliche Darmerkrankungen zu untersuchen. Diese unterscheiden sich zwar vom Reizdarmsyndrom. Dennoch liegt es nahe, dass Reizdarmpatienten ebenso von den Effekten der Aloe profitieren (Langmead, Makins & Rampton 2004).

Eine andere Studie wurde mit insgesamt 44 Patienten durchgeführt, die an der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa litten. Die Aloe-Patienten bekamen vier Wochen lang jeweils zweimal pro Tag 100 ml Aloe-vera-Gel, die anderen ein Scheinmedikament (Placebo). Hier zeigte das Aloe-vera-Gel ebenfalls gute Effekte: Die Probanden erfuhren eine Besserung der Symptome. In der „Placebo-Gruppe“ fielen die Ergebnisse dagegen schlechter aus (Langmead, Feakins et. al. 2004).

Gezielte Studie mit Reizdarmpatienten*

*Størsrud S. et al., A Pilot Study of the Effect of Aloe barbadensis Mill. Extract (AVH200®) in Patients with Irritable Bowel Syndrome: a Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study. Gastrointestin Liver Dis. 2015 Sep;24(3):275-80

Aber wie sieht es nun konkret mit dem Einfluss auf den Reizmagen oder Reizdarm aus? Genau dieser Frage ist ein Team um die Wissenschaftlerin Stine Størsrud an der Universität Göteborg nachgegangen. Zwischen Mitte 2007 und Anfang 2008 untersuchten die Forscher Patienten, die unter dem Reizdarmsyndrom litten. Die Probanden waren zwischen 18 und 65 Jahre alt.

Die Untersuchung war so angelegt, dass die Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip in zwei vergleichbare Gruppen aufgeteilt wurden. Bei dem einen Teil wurde das Aloe-vera-Präparat getestet, der andere Teil bekam ein Scheinmedikament (Placebo). Weder die Patienten noch die Wissenschaftler wussten, wer welches Mittel erhalten hatte. Die Bedingungen der Studie entsprachen also anerkannten wissenschaftlichen Standards.

Verwendet wurde für die Studie das Aloe-Präparat PROIBS® in Form von Brausetabletten. Die Probanden nahmen – je nach Gruppe – dieses Mittel oder das Scheinmedikament morgens und abends in Wasser aufgelöst, und zwar vier Wochen lang.

Bei Aloe-Patienten deutliche Reduktion der Beschwerden

Letztlich waren es insgesamt 63 Menschen, die für die Studie als geeignet eingestuft wurden und die selbst bis zum Schluss dabei blieben. Das Ergebnis: Während sich in der „Placebo-Gruppe“ kaum etwas tat, besserten sich die Beschwerden in der „Aloe-Gruppe“ signifikant (teilweise bis zur kompletten Symptomfreiheit).

Aloe-Extrakt zeigt keine Nebenwirkung

Nebenwirkungen traten nicht auf, die auf das Aloe-Präparat PROIBS® zurückzuführen wären. Die gute Verträglichkeit hatte sicher damit zu tun, dass das Mittel frei vom sogenannten Aloin ist – diese Substanz kann starke Durchfälle auslösen und den Elektrolythaushalt durcheinander bringen.

Ob das Aloe-Extrakt auch bei Ihren Beschwerden hilft, ist zwar wahrscheinlich, kann aber letztlich nur von Ihnen selbst entschieden werden. Wenn Sie es ausprobieren wollen, können wir das gezielt zur Behandlung des Reizdarmsyndroms entwickelte PROIBS® empfehlen, dessen Hauptbestandteil das besagte Extrakt ist.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Kommentare (4)
Proibs hat geholfen
4 Montag, den 20. August 2018 um 14:50 Uhr
Nina Scharst
Das Aloe vera in Proibs war ein wirklicher Glücksfall bei mir. Blähungen und Durchfall gingen nach 1 bis 2 Wochen deutlich zurück. Danke für den tollen Hinweis.
Liebe Grüße Nina
Einnahme von Immunsuppressiva
3 Sonntag, den 10. Juni 2018 um 20:02 Uhr
Dagmar Klages
Ich hatte im Februar 17 eine DLTX und seitdem muss ich Immunsuppressiva und div. andere Medikamente einnehmen, um das Immunsystem runter zu regeln. Leider habe ich darunter mit Magengeschwür, jetzt nur noch Entzündung der Magenschleimhaut und erheblichen Durchfällen, Krämpfen und Aufgeblähtheit zu kämpfen.
Dürfte ich das Präparat mit Aloe Vera Verwenden?
Reizbar aloe vera
2 Montag, den 07. Mai 2018 um 22:47 Uhr
Blommenhofer tatjana
Wie schaut es aus wenn man Allergien hat?
Hilft definitiv
1 Dienstag, den 27. März 2018 um 12:40 Uhr
Sandra Liebig
Ich hatte lange mit Reizdarm zu kämpfen, wobei die Schmerzen intervallartig auftraten. Nehme ProIbs nun seit ein paar Monaten und muss wirklich sagen wie zufrieden ich bin, und zugleich ehrlich gesagt auch überrascht weil ich von pflanzlichen Mitteln nie viel gehalten habe (aber umso besser). Gerade sind die Symptome selbst bei starkem Stress fast nicht mehr vorhanden. Früher waren sie in solchen Phasen fast nicht auszuhalten.
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