Wie wirkt Omeprazol?

Omeprazol ist ein Säurehemmer im Magen. Er gehört zur Familie der sogenannten Protonenpumpenhemmer. Omeprazol war der erste Vertreter dieser Wirkstoffgruppe, die mittlerweile aus zahlreichen verschiedenen Präparaten besteht, die sich alle nur in Nuancen unterscheiden (merke: Wo viel Geld zu verdienen ist, bleibt ein Medikament selten allein).

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Die Protonenpumpe ist keine Pumpe im herkömmlichen Sinn, sondern ein Enzym-System im Magen, das positiv geladene Teilchen (Protonen) ins Mageninnere befördert und damit die Säureproduktion ankurbelt. Wird dieses System gehemmt, sinkt auch die Säureherstellung.

Näheres zum Wirkmechanismus

Der Wirkmechanismus in etwas vereinfachter Form: Um Säure zu bilden, braucht es Protonen, also positiv geladene Elementarteilchen. Die Bereitstellung dieser Protonen wird im Magen von einem Enzym, der sogenannten H+/K+-ATPase gesteuert. Und dieses Enzym, wegen seiner wesentlichen Funktion auch Protonenpumpe genannt, wird von den Protonenpumpenhemmern blockiert. Der Effekt: weniger Säure im Magen, Entlastung der gereizten Schleimhaut.

Übrigens müssen die Protonenpumpenhemmer nach dem Schlucken erst im Darm resorbiert werden und gelangen dann auf dem Blutwege zum Magen zurück. Klingt etwas umständlich, aber nur so kommen sie an die Protonenpumpe heran. Dennoch tritt die Wirkung in der Regel relativ zügig ein.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

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