Kommt Verstopfung wirklich häufiger im Alter vor?

Ja, das stimmt. Verschiedene Studien kommen zwar zu unterschiedlichen Ergebnissen, wie viele ältere Menschen tatsächlich an einer Verstopfung leiden. Klar ist aber: Das Risiko einer Verstopfung steigt im Laufe des Lebens. Vor allem Menschen ab 65 Jahren sind betroffen.

Bei älteren Menschen ist der Darm träger

Dafür gibt es viele verschiedene Gründe. Dass der Körper altert, geht auch am Darm nicht spurlos vorüber. Er wird mitunter schwächer und müder. Die Folge: Es dauert länger, bis der Darm den Nahrungsbrei zum After befördert hat. Auf dem Weg wird dem Darminhalt immer mehr Wasser entzogen, dadurch kommt es zu einer Verstopfung. Auch die Schließmuskeln am Darmausgang arbeiten im Alter möglicherweise etwas langsamer oder eingeschränkt.

Demenz oder Morbus Parkinson begünstigen eine Verstopfung

Krankheiten wie Demenz, Morbus Parkinson oder Diabetes mellitus können mit einer Verstopfung einhergehen – und diese Krankheiten treten gehäuft bei älteren Menschen auf. Überhaupt nehmen Krankheiten und Beschwerden im Alter zu. Parallel dazu steigt die Medikamenten-Einnahme und damit das Risiko, dass als Nebenwirkung eine Verstopfung auftritt. Natürlich spielt auch eine Rolle, dass viele ältere Menschen weniger trinken und sich weniger bewegen als jüngere.

Autorin: Anna Brockdorff