Verstopfung: Wie sollte ich Quellstoffe zu mir nehmen?

Das wichtigste ist, dass Sie Quellmittel wie Leinsamen oder Flohsamen mit genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Als Anhaltspunkt können Sie sich merken, dass das Verhältnis von Quellmittel zu Flüssigkeit eins zu zehn betragen sollte.

Wenn Sie zu wenig Flüssigkeit zu den Quellmitteln zuführen, kann es passieren, dass sich nur vertrocknete, harte Klumpen bilden, die den Darm noch mehr verstopfen oder sogar ganz verschließen.

Quellmittel über mehrere Wochen oder Monate nehmen

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Die Dosis richtet sich nach Ihren Bedürfnissen und den jeweiligen Mitteln (Flohsamenschalen quellen am stärksten). In der Regel können Sie 2-3 Mal täglich jeweils 1-2 Esslöffel nehmen. Seien Sie etwas geduldig, es kann einige Tage dauern, bis Sie eine Wirkung merken. Generell wird empfohlen, Quellstoffe mehrere Wochen oder Monate zu nehmen.

Leinsamen sollten nicht vorquellen

Bei Leinsamen sollten Sie darauf achten, dass sie ganz oder höchstens leicht gequetscht („aufgebrochen“ oder „angestoßen“) sind. Geschroteter Leinsamen wird nach etwa einer Woche ranzig und reizt dann die Darmwand. Außerdem sollten die Leinsamen nicht vorquellen. Denn erst, wenn sie tatsächlich vor Ort – also im Darm selbst – quellen, wird die Darmwand genügend gedehnt, um schließlich einen Entleerungsreflex auszulösen (anders sieht es aus, wenn Leinsamen zur Behandlung einer Entzündung im Magen-Darm-Trakt eingesetzt werden, dann ist es günstiger, die Samen vorquellen zu lassen).

Medikamente nicht zusammen mit Quellstoffen einnehmen

Wichtig ist auch: Sie sollten Quellstoffe nicht im Liegen und auch nicht direkt vor dem Schlafen nehmen. Medikamente dürfen Sie erst mit einem gewissen zeitlichen Abstand einnehmen, weil sie sonst möglicherweise schwächer wirken als vorgesehen.

Autorin: Anna Brockdorff

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