Selbsthilfe und Behandlung

Wie vermeidet man am besten eine Verstopfung? Wie lange sollten man Abführmittel einnehmen? Um solche Fragen geht es in diesem Kapitel.

Was kann man tun, damit es gar nicht erst zur Verstopfung kommt?

Das beste Mittel gegen Verstopfung ist die Vorbeugung. Wenn Sie also häufig an Verstopfung leiden oder dazu neigen, lohnt es sich unbedingt, grundsätzlich etwas dagegen zu tun. Denn Abführmittel, immer dann wenn es akut wird, sind auf Dauer überhaupt keine gute Lösung, weil sie zahlreiche Nebenwirkungen haben können und vor allem das Problem nicht an der Wurzel packen.

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Wie lange dauert es, bis ein Abführmittel wirkt?

Das kommt darauf an, welche Mittel Sie in welcher Form nehmen. Bei Zäpfchen werden Sie innerhalb von 15 bis 60 Minuten einen Effekt spüren – allerdings wirken sie nur im Enddarm.

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Welche Nahrungsmittel sollte ich bei einer Verstopfung meiden?

Als Faustregel gilt: Lebensmittel, die wenige Ballaststoffe und/oder viel Fett enthalten, verlangsamen den Verdauungsprozess und verstopfen den Darm.

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Was passiert, wenn ich dauerhaft Abführmittel einnehme?

Abführmittel ist nicht gleich Abführmittel. Es gibt verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen. Als Faustregel gilt, dass Sie Abführmittel nicht länger als ein bis zwei Wochen nehmen sollten.

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Welchen Effekt haben Leinsamen, Weizenkleie oder Flohsamen auf eine Verstopfung?

Leinsamen, Flohsamen und Weizenkleie gehören zu den natürlichen Quellmitteln. Sie wirken im Darm wie kleine Schwämmchen: Sie saugen Flüssigkeit auf. Dadurch wird der Darminhalt voluminöser und weicher. Das wiederum steigert den Reflex, den Darm zu entleeren.

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Hilft Teufelskralle wirklich gegen Verstopfung?

Ja. Das ist mittlerweile sogar nach streng wissenschaftlichen Maßstäben nachgewiesen. Die verdauungsanregende Wirkung beruht auf den Bitterstoffen in der Teufelskralle. Wegen dieser Bitterstoffe wirkt die afrikanische Heilpflanze auch appetitanregend. Eine Art Magenbitter, ohne Alkohol.

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Verstopfung: Sind pflanzliche Abführmittel aus Sennes oder Aloe milder als synthetische?

Nein! Wenn es um Abführmittel geht, sind pflanzliche Mittel wie Sennes oder Aloe keine sanftere Alternative zu synthetischen Medikamenten. Denn ihre Wirkung beruht ganz ähnlich wie bei vielen synthetischen Abführmitteln auf einer chemischen Reizung der Darmwand.

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Wann kommt der nächste Stuhlgang, wenn der Darm komplett leer ist?

Wenn Sie den Darm durch ein Abführmittel vollständig entleert haben, dauert es eine Weile, bis der nächste Stuhlgang einsetzt.

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Wie wirken Zäpfchen und Einläufe bei Verstopfung?

Zäpfchen und Einläufe wirken nur lokal im Enddarm. Sie eigenen sich also dazu, dort feste Kotballen aufzulösen – nicht aber, um Einfluss auf den gesamten Darm zu nehmen. Sowohl Zäpfchen als auch Einläufe wirken relativ schnell, meist nach 15 bis 60 Minuten (bei vielen anderen Abführmitteln sind es etwa sechs bis zwölf Stunden).

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Sind zuckerfreie Bonbons oder Kaugummis gut gegen Verstopfung?

Ja, ab einer bestimmten Menge können zuckerfreie Bonbons oder Kaugummis tatsächlich abführend wirken (und Durchfall verursachen). Allerdings sind sie dennoch keine idealen Abführmittel.

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Ist es schädlich, beim Stuhlgang durch Pressen nachzuhelfen?

Generell gilt: Ein kleiner „Anschub“ ist natürlich erlaubt, um den Stuhlgang auszulösen. Wenn Sie aber darüber hinaus stark pressen, vergrößern sich mit der Zeit die hämorrhoidalen Gefäßpolster.

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Verstopfung: Wie sollte ich Quellstoffe zu mir nehmen?

Das wichtigste ist, dass Sie Quellmittel wie Leinsamen oder Flohsamen mit genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.

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Wie unterscheiden sich die verschiedenen Quellstoffe gegen Verstopfung?

Die verschiedenen Quellstoffe variieren in ihrer Fähigkeit, Flüssigkeit zu binden und so ihr Volumen zu steigern. Am intensivsten wirken Flohsamenschalen, sie quellen sehr viel stärker als die reinen Flohsamen.

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Verstopfung: Wann darf ich keine Quellstoffe verwenden?

Auf Quellstoffe sollten Sie verzichten, wenn Sie schon einmal einen Darmverschluss hatten oder wenn ein Verdacht darauf besteht (Hinweise sind ein aufgeblähter Bauch, starke Bauchkrämpfe und ausbleibender Stuhlgang); außerdem, wenn Ihr Darm oder Ihre Speiseröhre verengt ist.

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Verstopfung: Welche Getränke sind gut, welche zu meiden?

Studien haben bestätigt, dass Kaffee einer Verstopfung entgegenwirkt. Der Kaffee regt die Verdauungssäfte im Magen und im Dünndarm an. Diese Signale kommen auch beim Dickdarm an – und er fängt an, sich kräftiger zu bewegen.

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Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Abführmittel?

Die meisten Abführmittel bekommen Sie rezeptfrei in der Apotheke. In der Regel müssen Sie die Mittel selbst bezahlen. Die Krankenkassen übernehmen allerdings meist die Kosten, wenn der Verstopfung eine andere Erkrankung zugrundliegt oder eine diagnostische oder therapeutische Maßnahme in direktem Zusammenhang damit steht.

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