Was für Symptome hat man bei Sodbrennen?

Der Entstehung von Sodbrennen liegt ein Mechanismus zugrunde, der viele weitere Symptome dieser Erkrankung zu erklären vermag: Sodbrennen kommt zustande, wenn es zu einem Rückfluss (Reflux) von Magensäure aus dem Magen in die Speiseröhre kommt. Die Säure führt zu kleinen Entzündungen an der Speiseröhrenschleimhaut, die sich durch einen brennenden Schmerz äußern, der in der Regel hinter dem Brustbein lokalisiert ist.

Typischerweise geht dieser Schmerz mit einem Druck- und Völlegefühl in der oberen Magengegend einher. Hin und wieder kommt es zudem zu einer Schmerzausstrahlung bis in den Rücken.

Auch Mundgeruch oder Husten können auftreten

In der Regel gelangt die Magensäure bei der Refluxerkrankung bzw. bei Sodbrennen nur bis in die unteren Drittel der Speiseröhre. Steigt sie aber weiter auf und erreicht Rachen- und Mundraum, kann es zu Aufstoßen, einem metallischen Geschmack im Mund und einem brennenden Gefühl im Rachenraum kommen. In seltenen Fällen geht Sodbrennen mit Mundgeruch oder gar mit Erbrechen einher.

Aber auch Symptome, die sich außerhalb des Verdauungstraktes abspielen, können mit Sodbrennen in einen Zusammenhang gebracht werden: Einmal in den Mund- und Rachenraum aufgestiegen, kann die Säure durch Verschlucken auch „eingeatmet“ (aspiriert) werden. Dies führt nicht selten zu einem chronischen, trockenen Reizhusten, der vor allem am Morgen auftritt und sich durch eine aufrechte Körperhaltung bessert. Auch Heiserkeit und Schluckbeschwerden lassen sich durch diesen Mechanismus erklären.

Seltenere Komplikationen und typische Beschwerden dabei

Eher selten, aber dennoch möglich, sind Brustschmerzen durch Sodbrennen, die sich in der Herzgegend äußern. Sie stellen eine wichtige Differentialdiagnose zum akuten Herzinfarkt dar und sollten immer zeitnah durch einen Arzt abgeklärt werden. Weiterhin kann es durch Sodbrennen zu Ein- und Durchschlafstörungen kommen.

Es ist wichtig, die Ausmaße von Sodbrennen gut zu erfassen, um bei der Behandlung gezielt vorgehen zu können. Allgemein führen Änderungen der Lebensweise (vor allem das Essverhalten und das Gewicht) und eine medikamentöse Therapie zu guten Ergebnissen. Auch Hausmittel können bei der Behandlung zum Einsatz kommen.

Autorin: Lisa Wunsch, Medizinstudentin

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