Sodbrennen: Wie entsteht der brennende Schmerz hinter dem Brustbein?

Ursächlich für die Entstehung von Sodbrennen ist Magensäure, die aus dem Magen in die Speiseröhre aufsteigt. Normalerweise wird die Speiseröhre gegen den Magen durch einen Schließmuskel abgegrenzt, der den Rückfluss von saurem Mageninhalt verhindert. Ist dieser Mechanismus gestört und wird zusätzlich zu viel Magensäure produziert, kann Säure rückwärts in die Speiseröhre fließen und in Kontakt mit der dortigen Schleimhaut kommen.

Anders als die Schleimhaut des Magens, die sich durch einen Schutzfilm gegen die aggressive Säure zu schützen vermag, wird die Schleimhaut der Speiseröhre direkt durch die Magensäure angegriffen. Es entstehen entzündliche Reizungen, die die charakteristischen Schmerzen verursachen. Diese kleinen Entzündungsreaktionen können unter dem ständigen Säureeinfluss oftmals nicht abheilen und führen so zu dauerhaften Beschwerden, die sich vielfach nur durch eine Änderung der Lebensweise (Ernährung, Bewegung) sowie eine medikamentöse Therapie in den Griff bekommen lassen.

Die üblichen Verdächtigungen: Fett, Zucker, Alkohol und Kaffee

Denn es gibt verschiedene Gründe, die Sodbrennen verursachen: Ungesunde Ernährung mit einem zu hohen Fett- und Kohlenhydratanteil, zu große Portionen oder auch Genussmittel wie Alkohol und Kaffee regen die Magensäureproduktion ebenso an wie körpereigene Stoffe, die beispielsweise bei Stress ausgeschüttet werden. Zeitgleich zu der gesteigerten Produktion von Magensäure kommt es häufig zu einer Erschlaffung des unteren Speiseröhrenschließmuskels, der den Magen zur Speiseröhre hin abdichtet. Durch diese Mechanismen kann nun leicht Magensäure in die Speiseröhre gelangen und dort zu Entzündungen führen. Dies passiert vor allem dann, wenn der Druck im Bauchraum erhöht ist (zum Beispiel bei Übergewicht) oder wenn sich der Körper in horizontaler Position befindet.

Autorin: Lisa Wunsch

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