Sodbrennen trotz Säureblocker wie Pantoprazol: Kann das sein?

Normalerweise führen Magensäureblocker wie Pantoprazol bei Sodbrennen recht schnell zu einer Linderung der Schmerzen. Schnell heißt hier, innerhalb der ersten 1-3 Stunden. Bleiben die Beschwerden trotzdem bestehen, war entweder die Dosierung zu gering oder es besteht bereits eine dauerhafte Schleimhautschädigung. Das sind zumindest die häufigsten Ursachen einer ausbleibenden Wirkung.

Zum Hintergrund: Pantoprazol zählt zur Wirkstoffklasse der Protonenpumpen-Hemmer, die die Magensäureproduktion lahmlegen. Bei Sodbrennen sind diese Mittel erste Wahl. Weitere Vertreter dieser Medikamentengruppe sind Omeprazol, Esomeprazol, Lansoprazol oder Rabeprazol.

Nur regelmäßige Einnahme sichert Erfolg

Doch trotz Einnahme dieser Magensäurehemmer kann es vorkommen, dass Sie weiter unter Sodbrennen leiden. Dies kann verschiedene Gründe haben: In den meisten Fällen liegt die Ursache in einer fehlerhaften Anwendung der Protonenpumpen-Hemmer.

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Besonders wichtig ist die regelmäßige Einnahme der Medikamente, da nur hierdurch ausreichend hohe Wirkspiegel erreicht werden können. Und die sind nötig, um die Säurebildung im Magen zu hemmen. Beispiel Pantoprazol: Bei akutem Sodbrennen werden 20 mg des Präparates einmal täglich eingenommen. Zur Vorbeugung von Sodbrennen können auch bis zu 40 mg einmal täglich eingenommen werden.

Protonenpumpen-Hemmer in dieser Dosierung sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Dennoch sollte die Einnahme nicht eigenmächtig und ohne Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. Die Säureblocker sind zwar meist gut verträglich, können aber die Wirkung anderer Medikamente stark beeinflussen.

Lieber auf nüchternen Magen

Weiterhin ist es wichtig, Magenmittel wie Pantoprazol auf nüchternen Magen einzunehmen. Idealerweise 30-60 Minuten vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit. Denn bestimmte Lebensmittel können zu einer verminderten Aufnahme der Säurehemmer führen, was zu einem reduzierten Wirkspiegel und damit einer verminderten Wirkung führt.

Was man auch noch wissen muss: Protonenpumpen-Hemmer benötigen eine gewisse Zeit, bis ihre Wirkung eintritt. Wenn Sie Pantoprazol bei Sodbrennen einnehmen, wird die Säurehemmung innerhalb von einigen Stunden zurückgefahren.

Warum dauert es so lange?

Hat die überschüssige Magensäure bereits zu einem Schaden an der Speiseröhrenschleimhaut geführt, kann der brennende Schmerz hinter dem Brustbein aber auch noch länger bestehen bleiben. Diese Entzündungen müssen, auch wenn sie noch so klein sind, erst einmal abheilen, bevor der Schmerz nachlassen kann. Seien Sie nach der Einnahme also nicht zu ungeduldig!

Was natürlich bei ausbleibender Wirkung auch immer möglich ist: dass es sich bei den Schmerzen um ganz etwas anderes handelt. Deshalb gilt: im Zweifel und bei ausgeprägten Beschwerden zum Arzt!

Autoren: Lisa Wunsch, Ärztin & Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (1)
Säureblocker Pantoprazol
1 Donnerstag, den 13. Juni 2019 um 05:41 Uhr
Anja
Ich nehme das Medikament seit fast 12 Wochen wegen einer Gastritis c, einem Magengeschwür und einem Zwölfingerdarmgeschwür es ist nicht besser geworden.