Sodbrennen: Welche Lebensmittel bessern die Beschwerden?

Sodbrennen wird in den meisten Fällen durch eine Überproduktion an Magensäure verursacht, die aus dem Magen in die Speiseröhre gelangt und die dortige Schleimhaut reizt. Dieser Vorgang des Rückflusses (Reflux) kann durch Lebensmittel nicht verändert bzw. gebessert werden. Es gibt jedoch einige Nahrungsmittel, die basische Eigenschaften besitzen und Magensäure durch Neutralisation weniger aggressiv machen, wodurch folglich das Sodbrennen nachlässt.

Weißbrot und Milch, Gemüse und Fisch

Weißbrot und Kartoffeln beispielsweise weisen einen relativ hohen Anteil an Stärke auf. Stärke vermag die Magensäure bis zu einem gewissen Maße abzupuffern und kann den Säureeinfluss somit etwas reduzieren. Milchprodukte besitzen ähnliche Eigenschaften. Zudem tragen sie zu einer Sanierung des Magen-Darm-Traktes bei und schaffen eine gesunde Besiedlung mit gesundheitsfördernden Bakterien.

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Gedünstetes, leicht verdauliches Gemüse und fettarmer Fisch sollen bei Sodbrennen ebenfalls zu einer Besserung der Beschwerden führen. Dies ist vor allem auf den hohen Eiweißanteil der Lebensmittel zurückzuführen, der zu einer deutlich geringeren Magensäureproduktion führt, wie gleiche Mengen an Fett oder Kohlenhydraten.

Heilerde und Natron

Nicht unbedingt Lebensmittel, aber Hausmittel sind Heilerde und Natron. Beide Mittel können in Wasser aufgelöst und langsam getrunken werden. Sie haben gleich zwei Effekte: Zum einen verdünnt die aufgenommene Flüssigkeit die konzentrierte Säure im Magen und schwächt so ihre Wirkung ab. Zum anderen vermögen basische Stoffe Säuren zu neutralisieren und dem aggressiven Magensaft seine Wirkung zu nehmen.

Allgemein sollten Sie darauf achten, keine zu großen Portionen zu sich zu nehmen, da auch die alleinige Dehnung des Magens zur Ausschüttung von Magensäure führt. Außerdem sollten Sie fett- und kohlenhydratreiche Lebensmittel eher meiden und auf spätabendliche Mahlzeiten verzichten.

Autorin: Lisa Wunsch, Medizinstudentin

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