Was ist der Unterschied zwischen der Refluxkrankheit und Sodbrennen?

Die Refluxkrankheit ist eine Erkrankung, Sodbrennen ist ein Symptom. Unter Sodbrennen wird ein brennender Schmerz in der oberen Magengegend und hinter dem Brustbein verstanden, der oftmals nachts im Liegen, nach üppigen Mahlzeiten sowie nach Genussmittelkonsum auftritt. Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure aus dem Magen in die Speiseröhre zurückfließt (Reflux) und die dortige Schleimhaut reizt.

Da die Speiseröhrenschleimhaut nicht für den Kontakt mit dem sauren Mageninhalt beschaffen ist, entstehen vor allem am unteren Drittel der Speiseröhre entzündliche Reizungen, die als brennender Schmerz, dem sogenannten Sodbrennen, wahrgenommen werden können.

Refluxkrankheit die Folge von länger bestehendem Sodbrennen

Bleibt der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre über einen längeren Zeitraum bestehen, wird von einer Refluxkrankheit gesprochen. Sie geht häufig mit einer Reihe weiterer Beschwerden einher: Magenschmerzen, Aufstoßen von Luft und Nahrungsbrei, Blähungen, Schluckbeschwerden, Mundgeruch und teilweise ein trockener Reizhusten sind dabei besonders zu nennen. Sodbrennen kann also ein wichtiges Symptom einer zugrundeliegenden Refluxkrankheit darstellen.

Während Sodbrennen auch einmalig auftreten kann, wie beispielsweise am Morgen nach einem Abend reichlichen Alkoholkonsums, besteht die Refluxkrankheit in der Regel über einen längeren Zeitraum. Unbehandelt kann der ständige Säureeinfluss auf die Speiseröhrenschleimhaut zu ernsthaften Schäden führen, die mit starken Schmerzen einhergehen und zu bleibenden Schleimhautveränderungen führen können.

Schlimmeres verhüten!

Wenn Sie nur hin und wieder unter Sodbrennen leiden, ist dies in der Regel nicht als gefährlich einzustufen. Bestehen Ihre Beschwerden jedoch bereits über einen längeren Zeitraum, lassen sich durch Hausmittel nicht behandeln und haben sich vielleicht sogar verschlimmert, sollten Sie zeitnah einen Arzt aufsuchen. Denn aus den entzündlichen Reizungen des Anfangsstadiums können sich mit der Zeit ernsthafte Veränderungen der Schleimhaut entwickeln, die in seltenen Fällen zu einer bösartigen Tumorerkrankung führen können. Besonders in den Anfangsstadien sind diese Veränderungen aber sehr gut medikamentös behandelbar.

Autorin: Lisa Wunsch