Was versteht man unter der Refluxkrankheit?

"Reflux" heißt Zurückfließen. Von der Refluxkrankheit sprechen Ärzte, wenn dauerhaft saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Das führt zu Schmerzen hinter dem Brustbein. Es handelt sich also im weitesten Sinne um chronisches Sodbrennen.

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Eine Refluxkrankheit kann enstehen, wenn der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht mehr richtig funktioniert, aber auch bei erhöhtem Druck im Bauchraum (z.B. Schwangerschaft). Fast immer kommen dann aber auch konkrete Auslöser wie zu üppiges Essen, Rauchen oder Alkohol hinzu. Wie auch beim vereinzelten Sodbrennen treten die Beschwerden bevorzugt nachts auf, weil dann die Schwerkraft den Mageninhalt nicht mehr unten hält.

Gefahr der Spätfolgen

Das Problem an der Refluxkrankheit sind nicht nur die unangenehmen, zum Teil sogar richtig heftigen Schmerzen. Unterm Strich noch gefährlicher sind die Langzeitfolgen. Denn durch die ständige Reizung der Innenwände im Bereich der unteren Speiseröhre kann es zu einer chronischen Entzündung der Schleimhaut kommen, die nach Jahren auch bösartig entarten kann. Deshalb muss eine Refluxkrankheit unbedingt behandelt werden – wenn möglich durch eine Bekämpfung der anatomischen Ursache, in jedem Fall aber durch Eliminierung der Auslöser (Essensverhalten, Rauchen, Alkohol) und durch die Einnahme von Säurehemmern.

Da die Speiseröhre im Fach-Jargon Ösophagus heißt, bezeichnen Ärzte die Erkrankung übrigens auch oft - typisch unaussprechlich - als Refluxösophagitis (Ösophagitis = entzündete Speiseröhre).

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