Wie viel Luft im Darm ist noch normal?

Mehr als man gemeinhin denkt. Denn der Magen-Darm-Trakt enthält, auch wenn man nicht unter Blähungen leidet, reichlich Luft. Ein Wissenschaftler, der weiter nichts zu tun hatte, hat mal ausgerechnet, dass täglich 14 Liter Gase im Magen und Darm gebildet werden. Dass man daran nicht platzt, liegt daran, dass der Großteil dieser Gase ziemlich rasch auch wieder aus dem Darm entschwindet. Und zwar nicht über den Po, sondern vom Darm aus ins Blut.

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Und das geht so: Der Magen bildet zur Auflösung und Zerkleinerung der Nahrungsmittel bekanntlich Säure. Dieser saure Magensaft wird im oberen Teil des Darms wieder neutralisiert. Bei diesem chemischen Prozess wird Kohlendioxid gebildet, also dasselbe Gas, das wir auch ausatmen. Das Kohlendioxid wird über die Darmwand in die Blutbahn befördert, dort gebunden und dann in den Lungen gegen frischen Sauerstoff ausgetauscht.

Die meisten Darmgase sind geruchlos

Diese im oberen Magen-Darm-Trakt gebildeten Gase haben also nichts mit aufgeblähtem Bauch oder Blähungen zu tun. Das Kohlendioxid ist auch geruchlos. Die bekannten unangenehmeren Gase, die im Unterbauch drücken und schlecht riechen, entstehen eher durch die Zersetzung blähender Nahrungsmittel, durch eine zu hektische Darmpassage und auch durch Luftschlucken, wenn man zu sehr schlingt.

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