Wie läuft ein Darmsanierungsprogramm grundsätzlich ab?

Es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten, den Darm zu sanieren. Das liegt zum einen daran, dass unterschiedliche Präparate und Arzneimittel auf dem Markt sind. Zum anderen können Sie zwischen einfacheren und aufwendigeren Wegen wählen.

Wir möchten Ihnen hier exemplarisch zeigen, aus welchen Anteilen so ein Darmsanierungsprogramm bestehen kann. Was Sie davon für sich selbst nutzen, bleibt Ihnen überlassen.

Zunächst: raus mit Ablagerungen und Giften

Im ersten Schritt geht es normalerweise darum, den Darm komplett zu entleeren und gründlich zu reinigen. Denn in den Schlingen haben sich häufig unerwünschte Gäste niedergelassen, die keine Anstalten machen, von alleine wieder zu gehen.

Es liegt also nahe, den Darm ordentlich durchzuputzen – also alles "platt" zu machen, Ablagerungen und Schlacken zu lösen, um anschließend frisch und neu zu starten. Für so eine Darmreinigung bieten sich – kurz gesagt – Abführmittel sowie Einläufe an.

Dann: Verwöhnprogramm mit gesunden Bakterien

Ist der Darm schön sauber, ist das nächste Ziel, ihn mit gesunden und wohltuenden Stoffen zu verwöhnen und zu pflegen. Zu diesen Mitteln gehören zum Beispiel die sogenannten Probiotika. Dabei handelt es sich um lebensfähige Bakterien und Hefepilze, die den Darm positiv beeinflussen. Durch die gezielte Gabe einiger Bakterienstämme (z.B. spezielle Laktobakterien und Bifidobakterien) kann die Darmflora neu aufgebaut werden.

Ernährung mit vielen Ballaststoffen, Wasser und Tee

Ergänzend dazu bietet es sich an, den Darm durch bestimmte Lebensmittel bzw. eine bewusste Ernährung zu unterstützen. Hier lautet das Stichwort: Ballaststoffe. Sie kommen vor allem in Gemüse und Obst vor.

Nicht vergessen sollten Sie, genügend zu trinken. Damit sind natürlich nicht alkoholische und gezuckerte Getränke gemeint, sondern vor allem Wasser oder Kräutertees. Gegen eine Saftschorle, die ein oder andere Tasse Kaffee oder auch mal ein Gläschen Wein oder Bier ist allerdings nichts einzuwenden. Wie immer geht es um das richtige Maß.

Dazu Bewegung, Bewegung, Bewegung...

Optimal ist es, wenn Sie es dann noch schaffen, sich regelmäßig und ausreichend zu bewegen. Es muss kein strenges Fitness-Programm sein. Spaziergänge, Rad- oder Walkingtouren, Yoga oder dergleichen sind ebenso effektiv. Sport wirkt sich positiv auf die Verdauung, das Immunsystem und die Stimmung aus. Dadurch ergänzen Sie die Darmkur und die Ernährung, sodass Sie Ihrem Körper und der Seele auf verschiedenen Ebenen etwas Gutes tun.

Autorin: Anna Brockdorff