Steife Schulter: Mit welchen Übungen kann ich zuhause etwas dagegen tun?

Nach einer steifen Schulter kann mit den Übungen begonnen werden, sowie die akute Phase vorbei ist und der Arzt grünes Licht gibt. Entwickeln Sie bei allen Übungen keinen falschen Ehrgeiz.

Üben Sie lieber mehrmals für fünf Minuten am Tag als einmal und zu lange. Sind die Muskeln überfordert, ist ein effektives Ergebnis nicht zu erwarten.

Wichtig: Üben Sie immer mit beiden Armen gleichzeitig. Der betroffene Arm macht immer die Bewegungen von dem gesunden Arm mit. So vermeiden Sie auch Ausweichbewegungen. Denn auf eine gute Haltung müssen Sie achten.

Übungen helfen nur, wenn die Verklebung der Gelenkkapsel gelöst wird. Hier können Sie mit einigen Mitteln und Übungen zu Hause beitragen.

  • Nehmen Sie ein heißes Wannenbad mit Heublumenextrakt. Die Schulter muss mit Wasser bedeckt sein. Winkeln Sie Ihren Arm an und versuchen Sie in alle Richtungen zu bewegen und abzuspreizen. Wenn Sie können, auch beide Arme gleichzeitig.
  • Im Sitzen oder Stehen: Üben Sie vor einem Spiegel um die Haltung zu kontrollieren. Hierbei muss der Körper gerade gehalten werden, sonst wird das Schulterblatt angehoben.
  • Greifen Sie ein Handtuch mit beiden Händen an den Enden. Versuchen Sie die getreckten Arme nach vorne oben langsam anzuheben. Und wieder zurück. Aber nur so hoch, wie die betroffene Schulter das zu lässt.
  • Im Stehen: Greifen Sie ein Handtuch mit beiden Händen an den Enden. Halten Sie die Hände nach unten. Das Handtuch berührt die Oberschenkel. Versuchen Sie das Handtuch langsam auf dem Körper zum Bauch rollen und wieder zurück.
  • Im Stehen: Das Handtuch hinter den Rücken greifen und die Arme vom Körper nach hinten abspreizen.
  • Das Handtuch hinter den Rücken greifen, auf dem Körper langsam den Rücken hinauf rollen und wieder zurück.
  • Das Handtuch hinter den Rücken greifen, wobei die Arme während der Übung auf dem Körper liegen bleiben. Die Arme nach rechts und links bewegen.
  • Stellen Sie sich hinter einer hohen Sessellehne oder ähnlichen auf. Sodass Ihre Hände in Taillenhöhe aufliegen können. Während Ihre Hände aufliegen, gehen Sie einige Schritte zurück. Sie spüren eine deutliche Dehnung.

Das sind die einfachsten Übungen am Anfang, wenn kaum eine Bewegung möglich ist. Jede dieser Übungen kann entsprechend gesteigert werden.

Meine Rat

Verteilen Sie das kleine Trainingsprogramm auf den Tag und machen Sie nicht alle Übungen gleichzeitig. Lassen Sie sich Zeit. Üben Sie nur im schmerzfreien Bereich, um so schneller, verbuchen Sie einen Erfolg

Wenn Sie keine Schwierigkeiten mehr haben, trainieren Sie mehr. Und nur im schmerzfreien Bereich.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin

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