Schulter-Arthrose: Helfen warme Bäder?

Bäder mit duftenden Kräuterzusätzen können in der häuslichen Badewanne durchgeführt werden.

Warme medizinische Bäder lindern schmerzende Gelenke und fördern die Beweglichkeit und sind ideal bei Schulter-Arthrose. Die Wirkung der Bäder ist nicht zu unterschätzen und können sehr anstrengend sein. Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt.

Besonders bei herzkranken Patienten ist Vorsicht geboten. Sie können zwar Vollbäder nehmen, das Herz darf jedoch nicht mit Wasser bedeckt sein.

Damit Sie Ihren Körper nicht überfordern und die Wirkung des Bades sich voll entfalten kann, ist es notwendig, nach dem Bad mindesten 30 Minuten warm eingepackt ruhen.

Achten Sie beim Einkauf auf Qualität der Kräuterzusätze!

Nur bei hochwertigen Kräuterextrakten erzielen den gewünschten medizinischen Nutzen. Synthetische Badezusätze sind wirkungslos.

Bei Arthrose eignen sich besonders folgende Bäder:

  • Heublumen-Bäder
    20 Minuten bei 36°- 38° Wirkung: Durchblutungsfördernd, entspannend und beruhigend.
  • Moorlauge-Bad
    20 Minuten bei 36° - 38° sollten nicht überschritten werden. Wirkung: Stark durchblutungsfördernd und schmerzlindernd. Das Bad ist sehr anstrengend. Mindestens 30 Minuten danach ruhen.
  • Rheuma - Bäder
    20 Minuten bei 36° - 38° sollten nicht überschritten. Wirkung: Stark durchblutungsfördernd und schmerzlindernd. Ein Rheumabad ist genauso anstrengend wie ein Moorlauge-Bad. Mindestens 30 Minuten danach ruhen.
  • Rosmarin - Bäder
    20 Minuten bei 36°-38° Wirkung: Belebend und entzündungshemmend. Durch die belebende Wirkung kann ein Rosmarin-Bad am Abend zu Einschlafstörungen führen. Mindestens 30 Minuten danach ruhen

Mein Rat

Die hier aufgeführten Bäder können noch bei anderen Erkrankungen eingesetzt werden. Grundsätzlich hat jedes medizinische Bad auch Kontraindikationen. Deshalb ist es wichtig, kein medizinisches Bad ohne ärztliche Rücksprache.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin

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