Schulter-Arthrose: Was kann man gegen die Schmerzen tun?

Um die muskulären Dysbalancen auszugleichen, ist eine gezielte Gymnastik notwendig. Die Behandlungen werden vorsichtig und schmerzfrei ausgeführt.

Je größer der Schmerz und Bewegungseinschränkung, je vorsichtiger wird behandelt.

Zu den Behandlungsmaßnahmen gehören:

  • Muskelaufbautraining
  • Bewegung
  • Bewegung im Wasser
  • Dehnung der Gelenkkapsel
  • Dehnung der verkürzten Muskulatur
  • Fehlhaltungen werden korrigiert
  • Das Schulterblatt wird mobilisiert, um ein reibungsloses gleiten der Armbewegungen zu erreichen. Zusätzlich werd die Arme in der Außenrotation gefördert.
  • Statische Übungen zum Muskelaufbau
  • Dynamische Übungen zur besseren Durchblutung und vergrößertes Bewegungsausmaß

Die Behandlung in der Physiotherapie richtet sich nicht nur auf die Schulter. Durch das Ungleichgewicht einzelner Muskeln ist der gesamte Körper betroffen, der bei allen Behandlungen mit einbezogen wird. Nur so ist es möglich, die durch Schonhaltung entstandenen Schäden auszugleichen, um neues Alltagsverhalten zu üben.

Hilfreich sind:

  • Ultraschall
  • Wassergymnastik
  • Wärme oder Kältepackungen. Das ist von Patient zu Patient verschieden und muss ausprobiert werden.
  • Infrarotlicht zur Linderung der Schmerzen

Eisabreibung

Legen Sie um die Schulter ein großes Handtuch. In Ihrer Hand halten Sie ein kleines Gästetuch. Nehmen Sie mehrere Eiswürfel in einen kleinen Beutel (Waschhandschuh) und tupfen und reiben Sie fünf Minuten auf und um das schmerzende Gelenk. Zwischendurch trocken tupfen. Nach Beendigung wickeln Sie für 30 Minuten das große Handtuch um die Schulter.

Eiswürfel sollten nicht länger als fünf Minuten benutzt werden, um einen wirkungsvollen Effekt zu erzielen. Ein kurzer kalter Reiz fördert stark die Durchblutung. Wird das Eis länger benutzt, erwärmt sich das Gelenk und das Gegenteil wird erreicht.

Hausmittel

Arnika und Rotöl Einreibungen haben sich bei Arthrose bestens bewährt. Das Rotöl, aus Johanneskraut, können Sie selber herstellen.

Herstellung:
Frisches Johanniskraut mit Olivenöl übergießen und sechs Wochen in der Fensterbank stehen lassen. Abgießen und fertig zum Gebrauch. Das Öl hilft bei allen Gelenkerkrankungen.

Nebenwirkung: Johanniskraut erhöht die Lichtempfindlichkeit.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin

Anzeigen