Impingement-Syndrom: Muss das operiert werden?

Eine Operation ist meistens nicht notwendig und wird nur in Erwägung gezogen, wenn alle Behandlungsmöglichkeiten voll ausgeschöpft sind.

Ist eine Operation unumgänglich, werden verschieden operative Möglichkeiten mit dem Patienten besprochen. Das hängt vom Schwergrad, dem Alter des Patienten und deren Verfassung ab.

Möglich ist eine schonende Methode, in der ein arthroskopischer Eingriff vorgenommen wird. Dieser Eingriff wird ambulant durchgeführt, bei dem der Patient am gleichen Tag wieder entlassen wird. Eine Übernachtung im Krankenhaus ist nicht notwendig.

Ein weiterer Vorteil, es sind nur wenige kleine Einschnitte erforderlich, um eine kleine Kamera in das Schultergelenk zu führen. So kann der Chirurg kleinste Details erkennen und Defekte schonend entfernen.

Ist die Erkrankung zu weit fortgeschritten und das Gelenk in Mitleidenschaft gezogen, ist ein arthroskopischer Eingriff nicht mehr möglich. Dann wird in einer offenen Operation mit einem größeren Schnitt der Gelenkraum erweitert. Defekte, wie Knochenauswüchse und Verklebungen werden entfernt. Bei dieser Methode ist ein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Nach Operationen wird die Schulter mit langsam steigender Mobilisation wieder bis zur vollen Bewegung hergestellt.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin

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